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Klimatipps

Klimatipp Stegen - Uwe Umwelt
Klimatipp Stegen - Claire Air
Klimatipp Stegen - Kai Klima
Klimatipp Stegen - Caro Carotta

Klimatipps

Hat mein Handeln tatsächlich spürbare Auswirkungen? Kann ich aktiv etwas zum Klimaschutz beitragen? JA! Wir alle können einen Beitrag leisten und mit jeder eingesparten Tonne CO2 das Weltklima entlasten. Gemeinsam sind wir viele. Jede Woche hat Uwe Umwelt, der inzwischen mit Caro Carotta, Claire Air und Kai Klima tatkräftige Unterstützer gefunden hat, einen neuen Klima-Tipp im Stegener Gemeindeblatt parat. Oftmals sind es Kleinigkeiten, an die man gar nicht denkt, die aber leicht und ohne viel Aufwand umzusetzen sind und der Umwelt und dem Klima helfen!!

 

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Von der Wiege bis zur Wiege / Cradle to Cradle

Klimaschutztipp für KW 5 (02.02.2023)

Der englische Begriff „Cradle to Cradle“ begegnet einem immer öfter beim Thema nachhaltiges Produzieren, wenn es um die lückenlose Erfassung der Umwelteinwirkung eines Produkts geht, und zwar von der Produktion, über die Nutzung, bis zu dem Zeitpunkt, wenn das Produkt wieder entsorgt wird. Ziel dabei ist es, die Umwelt in jeder der drei Phasen so wenig wie möglich zu belasten. Dabei wird, nach der im Jahr 2002 von Michael Braungart entwickeltem Konzept, versucht in perfekten Kreisläufen zu denken, komplett ohne Müll.

Denn aktuell basiert unser wirtschaftliches Produktionssystem auf das Gegenteil, dem Cradle-to-Grave-Prinzip, also Produkte werden nach dem Ende ihrer Nutzung auf dem Müll-Grab landen. Und es werden zur Produktion immer wieder neue Rohstoffe benötigt – von der Umweltverschmutzung durch den Müll ganz zu schweigen.

Der Cradle-to-Cradle-Ansatz beinhaltet auch die umweltfreundliche Produktion durch erneuerbare Energien; so schließen sich biologische und technische Kreisläufe. Mittlerweile findet sich in der Industrie zahlreiche Partner, die sich an der Umsetzung versuchen: Der Textilhersteller Trigema z.B. produziert kompostierbare Kleidung, der Reinigungshersteller Frosch bietet einen entspr. Badreiniger an. Es kommt Bewegung rein in neue positivere Produktionsweisen und wir Verbraucher*innen können dies mit unseren Kaufentscheidungen unterstützen: Von der Wiege bis zur Wiege.

Ansprechpartnerin: Regina Frey

 

Heute schon an „StromGedacht“ ?

Klimaschutztipp für KW 04 (26.01.2023)


Grundsätzlich ist das deutsche Stromnetz mit statistisch nur wenigen Minuten Ausfallzeit pro Jahr eines der stabilsten der Welt. Aber vorletzte Woche hatte das hohe Windaufkommen im Norden der Republik auch Auswirkungen bis zu uns in Süden: Die Energieversorger mussten zu Ausgleichsmaßnahmen greifen, um unser lokales Stromnetz stabil zu halten. So werden etwa große Kühlhäuser abgeschaltet, die zuvor extra so weit heruntergekühlt wurden, dass das Gefriergut durch die zeitweise Abschaltung keinen Schaden nimmt. Ebenso ist es wichtig, wenn sich die Menschen vor Ort bewusst wären, zu welchen Tagen und Zeiten es besonders „brenzlig“ wird, sodass man gezielt seinen eigenen Stromverbrauch anpassen könnte. Unser Netzbetreiber, die TransNet BW (www.transnetbw.de) hat hierzu nun eine App entwickelt, mit der Bürger*innen auf solche Situationen hingewiesen werden: Die „StromGedacht“-App. Die App informiert rechtzeitig vor einer angespannten Situation im Stromnetz. So kann jede/r mithelfen, das Netz stabil zu halten, indem man den eigenen Verbrauch an die Stromknappheit anpasst, denn Privathaushalte machen rund ein Viertel unseres Stromverbrauchs aus. Die App zeigt z.B. in Form von Ampelfarben, wann es sinnvoll ist, den Stromverbrauch vorzuziehen oder zu verschieben. Als am besagten Sonntag die Ampel um 17 Uhr „Rot“ zeigte, wurde in dieser Zeit das größte Stromvolumen angefordert. In dieser Phase, in der auch größere Mengen Strom aus dem Ausland zur Bedarfsdeckung verwendet werden mussten, motiviert „Rot“ im angezeigten Zeitfenster zum Stromsparen. Gut planbare Aktivitäten wie der Betrieb von Spülmaschine und Waschmaschine, das Laden eines E-Auto, evtl. auch das Kuchenbacken usw. sollten möglichst nicht in diesen „roten“ Zeiten, sondern davor oder danach stattfinden. Mit „StromGedacht“ bekommen Bürger*innen erstmals Hinweise, ihren Stromverbrauch an die jeweilige Netzsituation anzupassen. Dies hilft der Reduktion von Kosten und CO2 – so dass nicht erst bei eklatant drohenden Strommangel-Situationen zum Stromsparen aufgerufen wird bzw. schlimmstenfalls eine temporäre Abschaltung notwendig ist. Die App ist eine ziemlich coole und vorausschauende Sache nach dem Motto: „Heute schon an StromGedacht?“

Weitere Informationen unter: www.stromgedacht.de


Ansprechpartnerin: Regina Frey

Sport und das Klima

Das neue Jahr – die guten Vorsätze… Ganz oben auf der Liste: Öfters Sport machen, sich mehr bewegen, endlich mal dies und jenes sportlich ausprobieren. Löblich! Doch sollte dabei nicht nur an Muskelaufbau und Spaß, sondern auch bezüglich dem Klima ein paar Dinge beachtet werden:

Niemand kann zwar exakt angeben, wie viele Emissionen einzelne Sportarten produzieren, doch Größenordnungen lassen sich sehr wohl ermitteln (Anfahrten, Herstellungskosten von Sportbekleidung und Geräten, deren Nutzungsdauer, die Infrastruktur, etc.).
Wandern ist z.B. sehr umwelt- und klimaschonend – nicht jedoch wenn man zum Wanderurlaub mit dem Flieger anreist. Oder mit dem SUV zum Joggen in den Wald fährt, anstatt von der Haustür aus zu starten. Kaum Emissionen verursacht die Abfahrt auf einer Skipiste, jedoch umso mehr die Anreise und Unterbringung im 4-Sterne-Hotel, sowie das Instandhalten der Infrastruktur von Skiliften, Pistenraupen und Schneekanonen. Ebenso beim Golfen: Zu Fuß mit dem Schläger in der Hand- eigentlich kein Problem. Wohl aber die immense Energie, die das Green beansprucht durch Mähen, Düngen, Bewässern. Ergebnis: Wer gelegentlich Golf spielt verbraucht pro Jahr doppelt so viel Energie, wie ein Schwimmer, der regelmäßig im beheizten Becken krault.

Für unsere Sport-Entscheidungen können deshalb folgende Fragen helfen:

  • Wie komme ich hin? (zu Fuß, Fahrrad, ÖPNV, Auto, Flieger)
  • Stimmt das Verhältnis Ressourceneinsatz und körperlicher/gesundheitlicher/spaßiger Gewinn?
  • Kann ich die angeschafften Sportgeräte/Kleidung/Utensilien möglichst lange nutzen?

Kai Klima wünscht gesunde sportliche Entscheidungen für das neue Jahr!

 

Ansprechpartnerin: Regina Frey      

Ein HOCH auf die Biotonne!

Klimaschutztipp für KW 02 (12.01.2023)

 

Wissen Sie, wer die beste Klimaschützerin Deutschlands ist?: Die Biotonne!
Die Einführung der Tonne war nicht einfach. Organische Abfälle stinken, ziehen Fliegen an, und am Ende bleibt immer noch ein
pampiger Rest in der Tonne zurück – wer will das schon vor der Tür haben? Wir Privatpersonen mussten unseren Müll schon in der Küche vortrennen, aber auch die Politik und Kommunen mussten neu handeln: Biotonnen müssen abgeholt werden, es müssen Anlagen gebaut und das erzeugte Biogas verbrannt werden. Aber: Der ganze Aufwand lohnt sich: Mit jeder Kartoffelschale, die
in der braunen Tonne landet statt im Restmüll, sinken die Emissionen Deutschlands ein wenig. Denn unbehandelt verwandeln sich
organische Abfälle zu Methan, einem Treibhausgas, das kurzfristig viel mehr schadet als CO2, und auf Restmülldeponien werden sie oft direkt verbrannt. Durch die Biotonne landen immer mehr dieser Abfälle in Vergärungsanlagen, wo das Methan eingefangen und zur Energieerzeugung verwendet wird. In der Masse heißt das: Der gesamte Bereich Abfall ist inzwischen nahezu klimaneutral. Doch leider ist der Abfall beim Thema Klimaschutz der kleinste Sektor in Deutschland, er macht nur 1 Prozent aller Emissionen aus. Alle anderen Bereiche sind weit davon entfernt, emissionsfrei zu sein. Dennoch ist die Biotonne ein gutes Beispiel dafür, wie der Klimaschutz der Zukunft wahrscheinlich aussehen wird. Nicht glänzende, komplexe, hochtechnologisierte Einzellösungen werden die Erderhitzung stoppen, sondern Lösungen wie die Biotonne: unspektakulär, vielfältig, geerdet und alltäglich. Machen wir weiter so – jede Biotonne in Stegen ist ein wichtiger Puzzlestein.

Ansprechpartnerin: Regina Frey,