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Klimatipps

Klima-Maskottchen_neu_2020_Collage

Mach´s wie Uwe Umwelt

Klimatipps

 

Hat mein Handeln tatsächlich spürbare Auswirkungen? Kann ich aktiv etwas zum Klimaschutz beitragen? JA! Wir alle können einen Beitrag leisten und mit jeder eingesparten Tonne CO2 das Weltklima entlasten. Gemeinsam sind wir viele. Jede Woche hat Uwe Umwelt, der inzwischen mit Caro Carotta, Claire Air und Kai Klima tatkräftige Unterstützer gefunden hat, einen neuen Klima-Tipp im Stegener Gemeinde-blatt parat. Oftmals sind es Kleinigkeiten, an die man gar nicht denkt, die aber leicht und ohne viel Aufwand umzusetzen sind und der Umwelt und dem Klima helfen!!

 

Sie haben einen Tipp für uns - schreiben Sie uns!

 
 
 

 

Klimafreundlich reisen

Der Arbeitskreisklimaschutz freut sich über einen neuen Mitstreiter, Uwe Umwelt. Er ist begeisterter Fahrradfahrer und hat auch schon einen Fahrradurlaub entlang des Rheins für diesen Sommer geplant. Gemeinsam mit seiner Frau überlegt er, ob sie nicht zusätzlich noch einen Städtetrip über ein langes Wochenende nach Barcelona unternehmen sollen. Zur Entscheidungshilfe berechnet er den CO2 Fußabdruck (www.atmosfair.de) und ist ziemlich erschrocken. 1024 kg CO2 in die Atmosphäre verpulvert, für ihn und seine Frau. Würden sie die Strecke mit einem PKW zurücklegen wären es immer noch 635 kg CO2, auch nicht gerade wenig. Eine Zugfahrt hingegen verursacht nur noch 156 kg. Am Ende entscheiden sich die Umwelts für eine Verlängerung der Fahrradtour, am Rhein liegen genug interessante Großstädte, die eine Reise wert sind, und der CO2 Verbrauch ist  gleich Null!

"Darf´s mal was anderes sein?"

„Alternativ“ ist das Zauberwort: „Wahlweise anders“ heißt es! Kreativität ist gefragt, wenn es um alternative Gaumengenüsse geht. Ohne Fleisch – Eiweißmangel? „Iwo!!!
„Mit Erbsen-Bohnen-Linsen, geht nichts in die Binsen“. Wie wär’s mal zur Abwechslung mit leckeren Brotaufstrichen von diesem „Trio“? Dazu selbst gebackenes Fladenbrot aus Dinkel. Burger aus Getreide, Gemüse, Kräuter & Co. Ab und zu die Fantasie walten lassen – zur Bereicherung des Speiseplans.
Fazit: „Schmecken muß es, nicht nur gesund sein“!!

Rund ums Kochen

DECKEL DRAUF
Jedem Topf den passenden Deckel und jeder Herdplatte den passenden Topf, dann brauchen Sie 2/3 weniger Energie. Leicht verdientes Geld: Beim täglichen Kochen mit Topfdeckel sind bei einem Elektroherd schnell pro Jahr 200 kWh bzw. rund 58 Euro
eingespart.
BESSER DRAUF ALS DRIN
Benutzen Sie nicht den Backofen zum Brötchenaufbacken. Ein Toaster mit Aufsatz braucht 70% weniger Energie als der Backofen. Das spart jedes Mal ca. 0,30 Euro pro Frühstück.

DER SPEZIALIST MACHT´S GÜNSTIGER
Nehmen Sie zum Wasserkochen (z. B. für Tee oder Kaffee) einen elektrischen Wasserkocher und nicht die Herdplatte. Wenn Sie täglich 2 l Wasser erhitzen, sparen Sie dadurch 20 Euro im Jahr.
(Quelle: Energiesparbüchle des Landes Badenwürttembergs, Ministerium für Umwelt, Klima und
Energiewirtschaft, 08/2016)

Zu schade zum Wegwerfen

Nicht mehr gebrauchte Handys und Brillen können bei Miteinander Stegen abgegeben werden. Die Handys werden weitergegeben zum Recyceln, die Brillen zur weiteren Verwendung in Afrika. Bitte geben Sie Handys ohne Kabel und die Brillen ohne Etuis ab.

Verschenken – ja, wegwerfen – nein!

Das war das Motto unseres ersten super erfolgreichen Verschenktages in Stegen. Nicht nur dass am Ende des Tages beinahe alle herausgestellten Gegenstände einen neuen Besitzer gefunden hatten, nein man war auch mit zahlreichen Mitbürgern ins Gespräch gekommen. Viele Dinge sind zu schade für die Mülltonne oder den Recyclinghof findet auch Uwe Umwelt. Verschenken heißt Ressourcen schonen und Müll vermeiden und ist ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz der Freude macht. Immer wieder sortiert man noch funktionsfähige Gegenstände aus, warum nicht gleich in der Nachbarschaft nach Verwendungsmöglichkeiten fragen anstatt bis zum nächsten Verschenktag zu warten?

Wieviel Strom verbrauchen wir im Jahr?

Ein Ein-Personen-Haushalt hat in Deutschland einen durchschnittlichen Stromverbrauch von gut 1.700 kWh, bei zwei Personen sind es im Mittel 2.900 kWh, eine 4-köpfige Familie 4.500, Tendenz steigend. Wissen Sie eigentlich wie hoch Ihr Verbrauch ist und wie er sich über die Jahre entwickelt hat. Eine Kilowattstunde kostet mittlerweile 30 Cent, da lohnt es sich einmal genauer hinzuschauen. Eine Reduzierung um ein Drittel des Durchschnittwertes ist problemlos möglich. Sparfuchs Uwe Umwelt verbrauchte mit seiner 4-köpfigen Familie gar nur die Hälfte einer Durchschnittsfamilie, genau gesagt nur 2240 kWh entsprechend 680 Euro! Geld, dass Uwe bzw. Sie dafür in die Hand nehmen haben Sie schnell wieder eingespart, es gibt viele Stellschrauben im Haushalt, um den Stromverbrauch zu reduzieren.

 

Einen guten Überblick bekommen Sie in der Broschüre des Landes Baden-Württemberg: „Energiesparen im Haushalt – Praktische Tipps für den Alltag“, die Sie im Internet herunterladen können. Oder Sie lesen weiter eifrig den Prima-Klima-Tipp, wir werden einzelne Tipps aus der Broschüre hier veröffentlichen.

Kompostierbare Plastiksäcke oder lieber Papiertüten?

Zwei Biotonnen stehen nebeneinander, die eine gefüllt mit sauberen, grünen, kompostierbaren, kleinen Plastiksäcken, proper anzusehen, hygienisch und ordentlich, die andere, weniger hübsch, ist voll mit Küchen- und Gartenabfällen, nicht eingepackt, so wie es gerade kommt.

 

Welcher Inhalt ist vorzuziehen? Uwe Umwelt gibt zu bedenken: Das Verrotten kompostierbarer Plastiksäcke ist ein langwieriger Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist, wenn die Abfälle längst zu Komposterde geworden sind, so dass diese bei der Verwendung noch durchsetzt ist mit Resten von Plastik.

 

Wer seine Abfälle einpacken möchte: Dafür gibt es zwar spezielle Papiertüten, die jedoch unnötig sind, denn Zeitungspapier tut es auch.

Darf‘s auch ein bisschen mehr sein?

Im Frühjahr machen wir uns so manche Gedanken, on wir nicht dieses Jahr an unserem Haus/Wohnung ein paar Umbau- oder Sanierungsarbeiten durchführen wollen. Vielleicht ein neuer Anstrich der Fassade? Dann ist das genau der richtige Zeitpunkt über eine Wärmedämmung des Hauses nachzudenken und auch einmal einen Experten zu konsultieren. Und ganz nebenbei erhöhen Sie mit dieser Massnahme noch beachtlich Ihren Wohnkomfort, Schluss mit kalten Füssen!

 

Übrigens bei der Fassadendämmung darf es das dann auch gerne ein bisschen mehr sein. 16 cm Dämmstärke ist die Minimalanforderung, um Zuschüsse vom Bund (KfW Zuschuss 430) zu bekommen, Uwe Umwelt empfiehlt sogar auf 20 cm erhöhen, die kürzlich auch am Kolleg aufgebracht worden sind. 10% Zuschuss bei einem Maximum von 5.000 € erhalten Sie von der KfW und wenn Sie mehrere Energiesparmassnahmen umsetzen erhöht sich die Förderrate auf bis zu 30% bzw. maximal 30.000 €.

 

Noch ein Tipp von Uwe Umwelt, neben den klassischen Dämmstoffen wie Mineralwolle und Polystyrol gibt es auch ökologische Dämmstoffe!

 

Die Fassadendämmung ist ein komplexes Thema, nehmen Sie sich daher auch die Zeit sich ausführlich zu informieren und beraten zu lassen.

 

Einen guten Einstieg bietet das Portal: www.zukunftaltbau.de

Warum sich mit A zufrieden geben wenn es A+++ gibt!

Uwe Umwelt achtet beim Kauf von Elektrogeräten insbesondere auf den Stromverbrauch. Manches auf den ersten Blick günstige Gerät entpuppt sich durch hohe Betriebskosten als Strom- und Geldfresser. Etwa die Hälfte des Stromverbrauchs deutscher Haushalte geht auf das Konto der großen Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefriergeräte, Herde und Backöfen, Waschmaschinen und Trockner und Spülmaschinen. Heute besitzen die effizientesten Geräte die Energieeffizienzklasse A+++. Vor allem verschärfte gesetzliche Vorgaben der EU haben dafür gesorgt, dass ineffiziente Neugeräte vom Markt verschwinden. Achten auch Sie also bei der Neuanschaffung darauf, dass Sie ein Gerät der Klasse A+++ anschaffen. Uwe Umwelt empfiehlt die aktuelle Liste der besten am Markt befindlichen Geräte auf der Website www.ecotopten.de.

 

Aber auch der Einzelhandel in Stegen und Kirchzarten beraten Sie gerne beim Kauf eines Neugerätes und nehmen Ihr Altgerät zur Entsorgung entgegen.

 

Es ist aber nicht nur entscheidend was für ein Gerät Sie kaufen, sondern auch, dass Sie es clever nutzen. Eine umweltfreundliche Nutzung kann so einfach sein. Auf der ecotopten Website finden sie daher auch Nutzer-Spartipps für jeden Gerätetyp.

Pflanzenpower gibt viel Energie

Uwe umwelt hat sich schlau gemacht und nachgelesen „wenn er diese Woche nur 1 kg weniger Rindfleisch essen würde“ was hätte das für Auswirkungen? Er ist perplex:

  • 20.000 Liter Wasser eingespart (so viel Wasser wie ein ganzes Jahr duschen)

  • 36 kg Kohlendioxid weniger produziert (so viel wie eine 250 km Autofahrt)

  • 50 m Regenwald vor der Abholzung verschont

  • 16 kg Getreide effektiver und direkter genutzt...

und er zeigt Mitgefühl für ein Tierleben. So simpel und einfach geht das. Bereits ein fleischfreier Tag pro Woche hilft! Und das Beste: Es macht Spaß und fühlt sich einfach gut an! Probier’s doch mal mit Pfanzenpower!

Mal so richtig Sonnenbaden

Endlich richtig warm und sonnig sagt sich Uwe Umwelt nach den ersten Sommertagen in Stegen. Sonnenbaden ist aber nicht nur was für Sonnenanbeter. Über die Hälfte des jährlichen Warmwasserverbrauches eines Haushaltes kann eine richtig ausgelegte Solaranlageabdecken. Bei Tagen, wie wir sie gerade jetzt Anfang Juni erleben reicht die Kraft der Sonne sogar aus die gesamte benötigte Menge an Warmwasser zu erzeugen, ein herrliches Gefühl dann unter der Dusche zu stehen und zu spüren, welche Kraft in der Sonne steckt. Wird das Warmwasser über die Zentralheizung bereitet kann Ihre Anlage leicht um die thermische Solaranlage erweitert werden, lassen Sie sich beraten, es gibt zahlreiche kompetente Energieberater und Fachfirmen im Dreisamtal.

Einweg? Mehrweg!

Für Uwe Umwelt immer wieder eine knifflige Entscheidung beim Einkauf: Nehme ich eine Flache aus Glas oder ist doch die aus Plastik korrekter? Um’s gleich vorwegzunehmen. Mehrweg ist immer ein Pluspunkt für’s Klima und das sowohl bei Glas als auch bei Kunsstoffflaschen. Einzig das Gewicht von Glasflaschen beim Transport verschlechtert deren Klimabilanz. Hingegen werden Mehrwegflaschen bis zu 50 Mal befüllt, PET-Mehrwegflaschen bis zu 25 Mal. So oder so kann mi Mehrwegflaschen eine Menge Abfall vermieden werden. Für die Freunde von Zahlen, eine Leichtglasmehrwegflasche spart gegenüber einer Einwegflasche 174 g CO2 ein (entspricht grob dem Ausstoß einer 1 km Fahrt mit einem Kleinwagen.

Klimafreundlich im Internet surfen?

Eine Suchanfrage bei Google verbraucht Strom, der einem CO2-Austoß von 200 Milligramm entspricht. Das klingt vergleichsweise wenig -  immerhin braucht man 1000 Mal so viel Energie, um ein Auto einen Kilometer lang fahren zu lassen. Wenn man sich aber überlegt, wie viele Anfragen Google täglich erhält, ändert sich das. Auf alle Anfragen bezogen, kostet Google pro Stunde genau so viel Energie, wie ein Auto auf 12.000 Kilometern Fahrt an CO2 ausstößt.

 

Der Energieverbrauch lässt sich durch effizientere Suchanfragen reduzieren. Starten Sie eine Suchanfrage nicht, ohne sich vorher zu überlegen, wonach genau Sie suchen und wählen Sie die richtigen Schlagwörter aus. Dann sparen gleich dreifach: Zeit, Geld und CO2. Wenn Sie statt Google die grüne Suchmaschine „Ecosia“ nutzen, retten Sie mit jeder Abfrage kostenlos 0,1 m2 Regenwald!

 

Übrigens muss auch gar nicht immer gesucht werden. Probieren Sie doch einfach Ihr gesuchtes Wort direkt als URL-Adresse im Fenster Ihres Browsers.

 

Und noch die Info für unsere Zahlenfreunde: Wie groß der gesamte Energiebedarf des Internets tatsächlich ist, kann man nur schätzen. Mittlerweile nutzen über 3 Milliarden Menschen das Internet fast täglich. Damit steigen natürlich Suchanfragen und Webseitenbesuche deutlich an. Schätzungsweise verbrauchen Rechenzentren auf der ganzen Welt etwa 152 Milliarden Kilowattstunden im Jahr. Weltweit wären inzwischen 25 Atomkraftwerke notwendig, um genügend Strom für das Internet zu produzieren.

Nachhaltige Geldanlagen

Was hat Geld mit Klimaschutz zu tun? Gerade beim Thema Geldanlagen können wir einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ökologische Geldanlagen folgen strengen sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien – zum Beispiel für alternative Energien oder die Vergabe von Mikrokrediten. Oft ist dabei die Rendite genauso gut wie bei konventioneller Altersvorsorge, Aktien oder anderen Anlagen. Klimafreundliche Alternativen sind da, nutzen Sie sie!

 

Beim Forum Nachhaltige Geldanlagen können Sie Informationen zu ethischen und ökologischen Investitionen abrufen (www.forum-ng.de).

Abenteuertouren vor der Haustüre!

Abenteuertouren findet man nur am anderen Ende der Welt? Auf der tibetanischen Hochebene? Im samoanischen Urwald? Im marokkanischen Hochland? Können wir Abenteuer nur im Urlaub erleben? Warum eigentlich fragt sich Uwe Umwelt? Warum sollte ich erst auf meinen Jahresurlaub warten, mir eine teure Bikebag kaufen und mit meinem Rad in irgendeinen Flieger, um dann am anderen Ende der Welt einen Trail zu fahren?

 

Uwe Umwelt hat schon länger umgedacht. Sein Abenteuerpotential ist nicht auf die paar Tage Urlaub im Jahr beschränkt. Sondern umgekehrt: Jeder Tag ist das Abenteuer. Der tägliche Heimweg mit dem Rad von der Arbeit, bei dem er mal einem Sturm eben noch so davonfährt. Das Wochenende, an dem er einfach mal den allernötigsten Kram in den Rucksack steckt, sein Bike packt und mutterseelenallein oder auch mit Freunden in der Natur ums Eck unter freiem Himmel schläft.

 

Dafür müssen wir alle keinen Urlaub nehmen. Das können wir alle! Vielleicht nicht jeden Tag. Aber an mehr Tagen in unserem Leben als nur an jenen, für die wir Urlaubstage beantragen. Vielleicht ist das ein Abenteuerkonzept, das unser Leben ändern würde. Wir müssen nicht auf den Urlaub warten. Das Abenteuer ist jetzt. Vor unseren Nasen und unseren Haustüren. Raus da!

 

Übrigens, die Tourist-Info Dreisamtal hält nicht nur für Gäste, sondern genauso für Einheimische Wander- und Radtourenvorschläge (eben Abenteuer in der Heimat) bereit. Gerne persönlich oder unter www.dreisamtal.de/de/erlebnisse/

 

Klimaschutztipp in Anlehnung an Nora Becker https://norabeyer.com „Touren-Dir perfekten Mikroabenteuer) aus DIMB Trailnews

Schluss mit Plastik

Uwe Umwelt hat sich für diese Woche vorgenommen in seinem Haushalt genau zu prüfen, wo er ohne große Anstrengungen oder gar Entbehrungen auf Plastik verzichten kann. Anfangen wir er bei den Spülmaschinentabs! Bei jedem Waschgang fällt Verpackungsmüll an, den er mit Spülmaschinenpulver im Pappkarton leicht vermeiden kann. In einem Infoblatt der Badenova hat er gelesen, dass er das reinigende Pulver sogar selbst mischen kann, und auch Klarspüler lässt sich aus wenigen Hausmitteln selbst herstellen. Eine Anleitung dazu steht auf: https://purelimon.de/ spuelmaschinenpulver -selbst-herstellen.

 

Weiterhin hat Uwe auch gelesen, dass sich auch Weichspüler, der ausschließlich in Plastikkannen verkauft und umweltschädliche chemische Stoffe enthält, einfach selbst herzustellen ist. Hierzu benötigt man zum Beispiel: fünf Esslöffel Zitronensäure (Pulver), einen Liter Wasser, 20 Tropfen ätherisches Öl (zum Beispiel Zitrone oder Lavendel), 20 Tropfen Teebaumöl, eine leere Flasche mit einem Liter Fassungsvermögen.

 

Und noch was will er ausprobieren: Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie: Alu- und Frischhaltefolie gehören in der Küche zu den besonders kurzlebigen Kunststoffprodukten. Mit wiederverwendbaren Tüchern aus Baumwolle und Bienenwachs kann er diese leicht ersetzen. Los geht’s!

Die Krux mit dem Fliegen

Uwe Umwelt möchte doch gerne mal fliegen, nur ein einziges Mal, für die Weihnachtsferien in den Sommer! Da aber fällt ihm eine Zeitschrift in die Hand: "Ein Flug von Deutschland auf die Malediven und zurück verursacht pro Passagier eine Klimawirkung von mehr als fünf Tonnen Kohlendioxid. In einem Mittelklassewagen kann man dafür mehr als 25 000 Kilometer fahren". Und zum Preis steht da: "Flugtickets sind auch deshalb so günstig, weil die Luftfahrt von zahlreichen Abgaben befreit ist". D.h. keine Mehrwertsteuer, keine Steuern für das Flugbenzin. Geschockt lässt Uwe Umwelt die Zeitung sinken!  Auch wenn er niemals davon träumt bis zu den Malediven fliegen würde -sondern vielleicht ans Mittelmeer:  Nein, er wird nicht fliegen! (Zitat aus Publik-Forum Extra, Juli 2019, S.45)

Kein Bioplastik in die Biotonne

 

Die „Plastokalypse“ überschrieb die Badische Zeitung am vergangenen Samstag ihre Titelstory im „Magazin und Reise“ Teil. Darin las Uwe Umwelt, dass Coca-Cola der weltweit größte Hersteller von Plastikeinwegflaschen ist. Jährlich 88 Milliarden Flaschen, aneinandergereiht reichen die 31 mal von der Erde zum Mond hin und zurück. Unfassbar denkt Uwe, es ist wirklich deprimierend und sehr ärgerlich! Nur gut, dass er schon im Gemeindeblatt der 25 KW ein leidenschaftliches Plädoyer für die Mehrwegflasche aus Glas abgegeben hat.

 

Gleichzeitig hat er auch in Publik Forum gelesen, dass sogar Tüten aus Bioplastik nichts in der Biotonne zu suchen haben, und das war ihm neu. Bioplastiktüten werden faktisch nicht kompostiert und nicht recycelt hat das Umweltbundesamt ermittelt. Der Grund: Sie benötigen zu lange für die Verrottung im Kompostwerk. Und sie lassen sich im Bioabfall kaum von herkömmlichen Plastiktüten unterscheiden und werden daher in Kompostierwerken aussortiert und landen im Restmüll. Bioabfall in Zeitungspapier wickeln oder in Papiertüten sammeln wird empfohlen. Uwe Umwelt beschließt den Bioabfall, den er nicht selbst kompostiert, jetzt einfach „unverpackt“ in die Biotonne werfen!

Heizung winterfertig machen

Langsam wird es frisch und ungemütlich draußen denkt sich Uwe Umwelt. Höchste Zeit, dass ich unsere Heizung winterfertig mache. Da ist zunächst einmal die jährliche Wartung des Heizkessels durch die Fachfirma, da werde ich gleich morgen anrufen notiert sich Uwe auf seiner „to do-Liste“, um einen Termin zu vereinbaren. Als nächstes prüft er die Nachtabsenkung der Heizung, ob die auch wirklich auf Winterzeit eingestellt ist und um 22:00 Uhr einschaltet. Zum Winterfertigrichten zählt auch die Luft aus den Heizkörpern lassen. Das erledigt Uwe Umwelt ebenfalls sofort. Mit einem speziellen Schlüssel dreht er die Entlüftungsschrauben an den Heizkörpern auf. Kinderleicht und schnell erledigt. Allerdings muss er bei der Wartung wieder Wasser in das System nachfüllen lassen. Bei der Entlüftung der Heizkörper hat er sich zudem versichert, dass keiner der Heizkörper von Möbeln oder Vorhängen verdeckt wird. Der Energieverbrauch kann sich dadurch um bis zum 3% im Jahr erhöhen.

Kleine Gase Grosse Wirkung

Diese Woche hält Uwe Umwelt statt eines Klimaschutztipps mal einen Buchtipp bereit, natürlich zum Thema. Jetzt werden die Abende ja wieder länger und die Adventszeit beginnt in Kürze. „Kleine Gase – Grosse Wirkung Der Klimawandel“ von den Studenten David Nelles & Christian Serrer, der übrigens aus dem Schwarzwald kommt, so lautet der Buchtipp. Klaus Kleber vom „heute journal“ schreibt dazu: “Der Klimawandel hat einen Wirbel sich widersprechender Behauptungen und Thesen ausgelöst, der die Fakten verdunkelt. Erklären ohne Scheuklappen, einleuchtend und klar, sind ein Schutzschild gegen Fake News. Dieses erstaunliche Buch liefert sie“. Uwe Umwelt teil diese Auffassung, er ist sehr angetan von den zahlreichen anschaulichen grafischen Darstellungen und den kurzen wissenschaftlich fundierten Texten zu den unterschiedlichsten Ursachen und Effekten des Klimawandels. Hier noch die ISBN 978-3-9819650-0-1 und mit 5€ auch noch sehr günstig. Also erst lesen, danach verschenken und handeln.

Gut und glücklich einkaufen

Uwe Umwelt hat fast alle Weihnachtgeschenke beisammen, noch 6 Tage bis Heiligabend, es wird Zeit sich über die Mahlzeiten an Heiligabend und die Weihnachtstage Gedanken zu machen, morgen kann er noch mal gut, regional und Bio auf dem Stegener Wochenmarkt einkaufen. Er wirft einen Blick in den Kühlschrank und denkt sich „meine Güte, der ist ja noch ganz gut gefüllt, ich werde mich in Zurückhaltung üben müssen“. Uwe kocht und isst gerne, daher ist er oft verleitet mehr einzukaufen als er wirklich essen kann.

 

Selbstverständlich wirft er nicht gleich jedes Produkt weg, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, sondern erst wenn es wirklich nicht mehr zum Verzehr geeignet ist. Er schmökert glücklich in seinen Kochbüchern, legt sich seinen Speiseplan zurecht, wobei er dabei viele Produkte berücksichtigt, die er auf dem Markt bekommt. Uwe schreibt seinen Einkaufzettel, und beschließt auf gar keinen Fall mehr einzukaufen und sich nicht von noch so verlockenden Sonderangeboten verführen zu lassen.

Richtig Lüften

Fenster zu! Uwe Umwelt hat gerade die morgendliche Stoßlüftung beendet, das heißt er geht nun durch seine Wohnung und schließt alle offenen Fenster und dreht die Thermostatventile an den Heizkörpern wieder auf 3. Zwei- bis viermal am Tag öffnet er gleichzeitig für gute 5 Minuten alle Fenster weit und lässt die frische Brise von draußen eintreten. Sind die Fenster in mehreren Räumen gleichzeitig offen, ist die Feuchtigkeit schneller draußen und setzt sich nicht an den kalten Stellen fest.

 

Ein 4-Personenhaushalt gibt durch Kochen, Duschen und Schwitzen täglich rund 12 Liter Wasser an die Raumluft ab. Diese muss durch Lüften nach draußen abgeführt werden. Ansonsten lagert sich Feuchtigkeit an den kältesten Stellen im Zimmer und der Wohnung ab und bildet einen idealen Nährboden für Schimmel. Uwe Umwelt weiß auch, dass bei gekippten Fenstern der Luftaustausch zu gering ist. Die schaffen sogar gute Bedingungen für Schimmelbildung über den Fenstern und kühlen den Raum auf Dauer aus. So brauchen sie unnötig Heizenergie um wieder warm zu werden.

Wassersparen im Garten

Uwe Umwelt stöhnt unter der Hitze, Fahrradfahren kommt für ihn nur noch ganz früh am Morgen oder in den Abendstunden in Frage.
Und wenn er dann mit dem Rad unterwegs ist und überall sieht wie die Tiere und Pflanzen ums Überleben kämpfen wird ihm der
Klimawandel noch deutlicher vor Augen geführt. Alles schreit nach Wasser. Aber wie gleichzeitig sorgsam damit umgehen? Durch die fortschreitende Erderwärmung könnte das Wasser auch im Schwarzwald knapper werden. Hier ein paar Tipps, die Uwe im Internet gefunden hat:


Regenwasser auffangen! Versiegelte Flächen werden so wenigstens ein kleines bisschen ausgeglichen. Und es schont natürlich auch den Geldbeutel, wenn kein wertvolles Trinkwasser für den Garten verschwendet wird.


Rasen nicht zu kurz schneiden! Längere Grashalme von etwa 3-5cm haben tiefere Wurzeln und halten die Feuchtigkeit besser im Boden als kurzes Gras. Dies verbessert das Mikroklima und den Wasserhaushalt im Garten. Jetzt auch mal abgemähtes Gras liegen lassen, das kühlt den Boden und hält ihn feucht.


Spülwasser auffangen: Abspülen von Obst, Salat oder Gemüse, schnelles Händewaschen ohne Seife: Mit einer kleinen Schüssel im Spülbecken könnte dieses Wasser problemlos aufgefangen und für Zimmerpflanzen oder im Garten weiterverwendet werden.

Unser Wasserfußabdruck

„Hast Du gelesen, dass der Stegener Gemeinderat in einer der letzten Sitzungen die neuen Wassergebühren verabschiedete:

1 Kubikmeter, also 1.000 Liter Trinkwasser kostet in Stegen inkl. 7 % Mehrwertsteuer weiterhin 1,93 Euro“ berichtet Uwe Umwelt Kai
Klima. Beide genießen nach einer Fahrradtour Kaffee und Kuchen im Dorfcafé.
Kai überschlägt laut: „Zusammen mit dem Kleingewerbe bezieht der Bundesbürger im Schnitt etwa 130 Liter Wasser pro Tag für Duschen, Toilettenspülung, Waschen, Essen und Trinken usw., das sind dann also gerade mal 25 ct pro Tag“.

„Gar nicht so viel“ entgegnet Uwe.
„Nein“, fährt Kai fort. Aber für das Baumwoll-T-Shirt aus, das Du neulich gekauft hast, brauchte es viel mehr Wasser. Weißt Du eigentlich, dass jeder Deutsche im Durchschnitt am Tag für 4.000 Liter Wasserverbrauch zur Produktion von Kleidung, Lebens-mitteln und sonstigen Gütern verantwortlich ist?! Allein für die Herstellung von Textilien und Kleidung aus Baumwolle beträgt Dein „Wasserfußabdruck“ über 200 Liter pro Tag, also fast das Doppelte dessen, was auf Deiner Wasserrechnung steht. Wenn Du diese Wassermenge selbst bezahlen müsste, würde deine Wasserrechnung nicht 7,63 Euro im Monat betragen, sondern 229 Euro!
„Au weih“, entfährt es Uwe. „Natürlich wird dieses Wasser größtenteils gar nicht in Deutschland verbraucht, sondern oft in Ländern, die zudem unter starkem Wassermangel leiden. Mich beschleicht der Verdacht, dass dahinter eine Art moderner Ausbeutung steht. Uwe und Kai beschließen, bei Einkäufen in Zukunft auch darüber nachzudenken, wieviel Wasser dafür jeweils verbraucht wird.

Elektroautos emittieren 56% weniger Kohlendoxid

Jetzt strömen sie wieder in alle Richtungen denkt Uwe Umwelt, die Sommerferien haben begonnen. Uwe hat jetzt auch etwas mehr
Zeit und schmökert in der Ausgabe 3/20 der VCD Zeitschrift Verkehr.
Dort stößt er auf einen Artikel zu die CO2 Emission von Fahrzeugen über ihren gesamten Lebenslauf, also inklusive Herstellung und Verschrottung. Natürlich stimmt es, dass sich die Batterieherstellung in der Bilanz des E-Auto negativ niederschlägt, aber die Stromproduktion für den Antrieb stößt deutlich erzeugt Kohlendioxid -Emissionen als das Herstellen und Verbrennen von Benzin oder Diesel.
Über ihren gesamten Lebenszyklus sind E-Auto in Deutschland bis zu 56% günstiger als Verbrenner. Wer es nicht glaubt, kann es selbst nachrechnen. Ein neuer Online-Rechner der Brüsseler Umweltorganisation Transport & Environment (T&E) ist frei verfügbar. Auf deren Website https://bit.ly/2X9RTV0 kann jede*r die Parameter für den gewünschten Vergleich selbst einstellen und bekommt die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro km und über den Fahrzeug-Lebenszyklus angezeigt.
Uwe hat den Rechner getestet, natürlich hängt der Verbrauch auch von den während der Lebenszeit zurückgelegten Kilometer ab, bei mehr als 50.000 km ist das E-Auto dann wirklich günstiger. Gut zu wissen denkt sich Uwe, wenn ich mal einen Carsharing Wagen benötige.

Ferienprogramm - Insektenhotel bauen

Uwe Umwelt hat sich einiges vorgenommen für die Sommersemesterferien.
Natürlich steht eine mehrtägige Fahrradtour auf dem Programm, aber zuerst will er mit seiner Nichte ein Insektenhotel bauen.
Gerade in Gärten helfen die vielen nützlichen Insekten dabei, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Denn sie ernähren sich oft von Schädlingen oder deren Larven, andere wiederum bestäuben die Blüten der Nutzpflanzen. Darüber hinaus sind sie interessant zu beobachten, und ihr Gesumm und Gebrumm gehört für viele Naturfreunde einfach zu einem Sommer dazu. Wie kann Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer im Garten oder auf dem Balkon am besten geholfen werden?

Uwe Umwelt recherchiert im Internet und findet schnell 2 Webseiten mit Tipps und Anleitungen zum Selbstbau von Insektenhotels,
und zwar: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html
https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/insekten-im-garten/insektenhotel-selbst-bauen/
Viel Spaß beim Bauen. Uwe Umwelt freut sich übrigens über die Zusendung von Fotos selbstgebauter Insektenhotels in Stegen!

Sonnenschutzmittel, ja bitte

und am liebsten umweltschonend
Letzte Tage Stadtradeln und herrliches Sonnenwetter. Besser geht’s nicht denkt Uwe Umwelt und stellt sich seine Tour zusammen, Kai Klima klingelt auch schon an seiner Wohnungstür. „Startklar?“ fragt Kai. „Ja, fast, will mich nur noch kurz mit Sonnencreme einschmieren“ entgegnet Uwe. „Ich hoffe, Du benutzt eine mit mineralischem Sonnenschutz und hast auf ein Umweltsiegel wie NATRUE oder BDIH geachtet?“ fragt Kai nach und fährt gleich fort:“ Wusstest Du, dass jedes Jahr tausende Tonnen Sonnenschutzmittel in den hochsensiblen Korallenriffen landen. Insbesondere der chemische Stoff Octocrilen steht dabei in Verruf. Er ist wasserunlöslich, biologisch schwer abbaubar und lagert sich deshalb in Gewässern und Organismen an. Octinoxate und Oxybenzone schaden den Meeresorganismen und können zu ihrem Absterben führen“. „Alles gut, erwidert Uwe, komm her und schmiere Dich auch ein. Hoffen wir, dass die die Urlauber auch alle umweltschonende Sonnenschutzmittel in ihrem Urlaubsgepäck
mitführen! So und nun lass uns losradeln...

Mehrwertsteuer - wer weiß denn sowas???

Uwe Umwelt hat am Samstag mit seiner Schwester Caro Carotte telefoniert, eigentlich wollte er von ihr hören wie viele Kilometer sie bei Stadtradeln schon zurückgelegt hat. Caro war aber gerade dabei sich über Absurditäten der Mehrwertsteuer zu ärgern. „Du weisst doch“ begann sie, „dass seit 1. Juli eine niedrigere Mehrwertsteuer gilt. Der reguläre Satz (bei Lebensmittel für sog. „Genussmittel“) sinkt von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte (für „Grundnahrungsmittel“ und „Produkte des Gemeinwohls“) von 7 auf 5 Prozent. Das Ziel: Den Konsum zu stärken und der Konjunktur in der Corona-Pandemie neuen Schub zu geben. Okay, soweit so gut und verstanden. Aber verstehst Du auch, welche Produkte zu welcher Kategorie zugeordnet werden?


Hier hast Du ein paar Beispiele und Gegenüberstellungen:
16% (bzw. 19%) regulärer MwSt. Satz                                                                              5% (bzw. 7%) ermässigter MwSt. Satz
Süßkartoffel                                                                                                                           Kartoffel
Babynahrung, Kinderkekse                                                                                               Katzenfutter, Hundekekse
Mineralwasser                                                                                                                     Gänseleber, Froschschenkel
Sojamilch,                                                                                                                             Hafermilch Kuhmilch
Medikamente                                                                                                                       Gummibärchen, Kartoffelchips

 

Absurd pflichtet Uwe Caro bei, die sich fragt warum wir für Pflanzenmilch einen mehr als zweieinhalbmal so hohen Steuersatz zahlen, wie für Kuhmilch? Ein Liter Kuhmilch verbraucht 22-mal mehr Wasser, benötigt etwa 12-mal mehr Land und emittiert dreimal
mehr Treibhausgasemissionen als ein Liter Sojamilch. Auch andere Pflanzenmilchsorten wie Hafer-, Reis- oder Mandelmilch sind
deutlich klima- und umweltfreundlicher als Kuhmilch. Die Politik schreckt seit Jahren davor zurück, das Steuerdickicht zu lichten –
Lobbygruppen scheinen dabei eine große Rolle zu spielen. „Und was können wir, die Verbraucher*innen und Konsument*innen
tun?“ fragt Uwe.
Fragen Sie doch mal bei den Bundes- und Landespolitikern nach!

Klimaschutztipp: STADTRADELN - Uwe Umwelt ist dabei

Vom 4.-24. Juli beteiligt sich Stegen an der europaweiten „Stadtradeln“ Kampagne. Uwe Umwelt hat sich schon für das Team des
Arbeitskreises angemeldet. Das letzte Wochenende bot sich gut für eine Trainingsfahrt an. Daher hat er sich am Sonntag mit seiner
Freundin Claire Air in Breisach an der Rheinbrücke zum Picknick verabredet.
Zwei Fliegen mit einer Klappe, gute Vorbereitung auf Stadtradeln und Nutzung der wieder offenen Grenzen, Uwe hatte Claire seit dem Dreikönigstag nicht mehr gesehen und so war die Freude groß als die beiden sich auf der Rheinbrücke wieder trafen. Sie fuhren nebeneinander her am Rhein entlang bis sie eine geeignete Stelle zum Picknicken gefunden hatten.
Es gab natürlich viel zu erzählen, in Frankreich war der Lockdown ja noch viel radikaler, Claire durfte das Haus am Tag nur für eine Stunde verlassen und sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem zuhause fortbewegen. „Was hast Du die ganze Zeit gemacht“ wollte Uwe wissen. „Du hattest doch letzte Woche Geburtstag“ entgegnete Claire und überreichte ihm ein kleines Paket „Hier, pack es aus und Du siehst wie ich mir die Zeit vertrieben habe.“ Uwe riss voller Neugier das Papier auf und zum Vorschein kam ein Mund-Nasen-Schutz, ein Stirnband, ein Handtuch, drei Müsliriegel und eine kleine Glasflache mit Holunderblütensirup.

„Nun weißt Du was ich getrieben habe, alles selbstgemacht!“ und Claire fügt augenzwinkernd hinzu: „Du bist
doch gegen den Konsumwahn, da ist Selbstgemachtes eine echte Alternative, ich habe jede Menge Masken genäht, aber auch Kosmetikpads oder mein Halstuch hier“. Selbstverständlich waren auf allen Geschenken Motive mit Fahrrädern dargestellt.

Uwe Umwelt war sichtlich begeistert und hätte sich nur zu gerne typisch französisch mit Küsschen rechts und Küsschen links bei Claire bedankt, aber das muss Coronabedingt noch warten.

So bleibt es bei strahlenden Augen und Worten. Uwe Umwelt ist definitiv gut vorbereitet und startklar für Stadtradeln!

Der Macht der Werbung widerstehen

An langen einsamen Corona-Abenden hat Uwe Umwelt viel in Zeitschriften geschmökert. In der letzten Ausgabe von Schrot & Korn ist er auf einen Artikel zu Konsumverhalten gestoßen. Darin hat er sich eine Passage über die Macht der Werbung markiert. Der Neurobiologe Gerald Hüther erläutert, dass Konsumverhalten keine kognitive Angelegenheit ist, wichtig sei für die meisten von uns, dass der Kauf emotional richtig erscheine, uns ein gutes Gefühl vermittelt. Man gönnt sich etwas, damit Ruhe ins Hirn kommt meint der Neurobiologe.
Im Belohnungszentrum wird dabei der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet, der als Glückshormon gilt und das gewünscht positive
Gefühlserlebnis bewirkt. Allerdings nur kurz!
Kaufen ist eine Ersatzbefriedigung und so gesehen lebt die Konsumindustrie von Menschen, die nicht glücklich sind und die versuchen das über Konsum ruhig zu stellen. Viel wichtiger wäre, Hüther zufolge, jedoch eine Person, die uns „Unglückliche“ in den Arm nimmt und sagt: „Du bist gut so, wie Du bist!“ Aber würden wir dieser Person Glauben schenken? Dazu bedarf es einer ordentlichen Portion an Selbstwertgefühl. Das aufzubauen erscheint in unserer heutigen Welt nicht einfach, denn wir werden auf allen Kanälen mit unseren vermeintlichen Unzulänglichkeiten konfrontiert. Selbstoptimierung erscheint als Schlüssel zum Glück. Den Optimalzustand können wir wiederum nur erreichen, wenn wir –na was wohl- kräftig konsumieren.
Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist gar nicht so einfach denkt sich Uwe Umwelt, das hat er schon an sich selbst erfahren. Aber bieten nicht gerade Krisen auch Chancen bisherige Verhaltensmuster aufzubrechen?
Einen Versuch ist es allemal wert.