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Klimatipps

Klima-Maskottchen_neu_2020_Collage

Mach´s wie Uwe Umwelt

Klimatipps

 

Hat mein Handeln tatsächlich spürbare Auswirkungen? Kann ich aktiv etwas zum Klimaschutz beitragen? JA! Wir alle können einen Beitrag leisten und mit jeder eingesparten Tonne CO2 das Weltklima entlasten. Gemeinsam sind wir viele. Jede Woche hat Uwe Umwelt, der inzwischen mit Caro Carotta, Claire Air und Kai Klima tatkräftige Unterstützer gefunden hat, einen neuen Klima-Tipp im Stegener Gemeinde-blatt parat. Oftmals sind es Kleinigkeiten, an die man gar nicht denkt, die aber leicht und ohne viel Aufwand umzusetzen sind und der Umwelt und dem Klima helfen!!

 

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5 Jahre nach Pariser Klimaabkommen – Noch mehr Engagement erforderlich

Kleines Jubiläum, dies ist der 75. Klimaschutztipp von Uwe Umwelt und zugleich sein letzter. Er hat einen Ruf aus Göttingen bekommen, dort hat eine Studenteninitiative in der vergangenen Woche das Bürgerbegehren „Göttingen Zero“ gestartet. Geht es nach den Initiatoren soll Göttingen bis 2030 klimaneutral werden und Uwe Umwelt soll in der Öffentlichkeitsarbeit mithelfen, um in den nächsten 6 Monaten die erforderlichen Unterschriften zusammen zu bekommen. Uwe hat nicht lange gezögert, zu tief sitzt seine Enttäuschung über den Stegener Gemeinderatsbeschluss gegen die Einstellung eines Klimamanagers*in. In Göttingen erwartet ihn ein spannendes, verheißungsvolles und dringend notwendiges Projekt. Denn auch vergangene Woche häuften sich in den Medien aus Anlass der Unterzeichnung des Paris Klimaabkommens am 12. Dezember 2015 alarmierende Berichte zum Weltklima und auch Deutschland nimmt keineswegs eine Vorreiterrolle ein. Uwe Umwelt hofft, dass die Stegener Bürgerschaft sich weiterhin tatkräftig engagiert, bedankt sich bei seinen aufmerksamen und treuen Lesern und wünscht allen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest. Vielleicht führen ja Kai Klima oder Caro Carotta den Klimaschutztipp fort.

Leitbild ernst nehmen 

Uwe Umwelt bekommt einen Anruf von Kai Klima. „Ich habe gerade den Artikel in der Badischen zu der Gemein-deratssitzung gelesen, vorerst kein Klimaschutzmanager in Stegen, Du warst doch bestimmt dabei, erzähl mal mehr“ sprudelt es aus Kai heraus, als Uwe sich meldet. „Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, der Artikel fasst die Inhalte zusammen und gibt die Stimmung gut wieder“ entgegnet Uwe und fährt fort: „Ich kann die ablehnende Haltung der 8 Gemeinderäte, die dagegen gestimmt haben, nicht nachvollziehen. Vielleicht haben sie keine Kinder oder Enkelkinder, die mit ‚Fridays for future‘ auf die Straßen gegangen sind, vielleicht fühlen sie auch einfach immer noch nicht genug durch den Klimawandel bedroht und sehen die Schäden nicht. Auf der anderen Seite hat der Gemeinderat ein energie- und klimaschutzpolitisches Leitbild verabschiedet, in dem sich die Gemeinde Stegen zum Klimaschutz bekennt. Es ist eine Absichtsbekundung, den Klimaschutz vor Ort voran-zutreiben und damit einen lokalen Beitrag zu den globalen Zielen zu leisten. Und jetzt hätten sie die Chance gehabt, mit der Einstellung eines Klimaschutzmanager*in dem Leitbild Taten folgen zu lassen und dass bei
wirklich sehr geringen Kosten, dank dreijähriger Bundesförderung. Aber dieses Programm läuft zum Jahresende aus. Wie will der Gemeinderat die Bürgerschaft zum Handel gegen den Klimawandel auffordern, wenn er selbst
seine Vorbildfunktion und sein Leitbild nicht ernst nimmt? Bei mir ist die Luft raus und jetzt lass uns bitte über andere Dinge reden“ endet Uwe um dann noch hinzuzufügen „ich komme gleich mit dem Rad rüber, eine
kleine Tour wird meinem Gemüt jetzt guttun".

Klimaschutztipp: Upcycling 

Uwe Umwelt ist mal wieder zu Besuch bei seiner Schwester Caro Carotta. „Heute ist Black Friday“, stellt Uwe nüchtern fest,“ da gehen wir aber nicht in die Stadt, oder?“ „Auf gar keinen Fall“ entgegnet Caro und fährt fort: „Habe gerade auf der Website der Landesenergieagentur Baden-Württemberg eine nachahmenswerte Idee gefunden, und zwar die „Comebags“. Das sind Recycling-Taschen aus alten Werbebannern der KEA-BW, die Menschen mit Behinderung in der Lebenshilfe Bruchsal – Bretten e.V. genäht haben. Sie zeigen mit originellen Motivausschnitten die Themenvielfalt der Landesenergieagentur und sind ein inspirierendes Beispiel für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Damit, sagt sie, setzte die KEA-BW zum „Black Friday“ ein „Green Friday“-Zeichen gegen die Konsum- und Wegwerfgesellschaft und endet mit: Nachmachen erwünscht! Die Werbebanner waren zum Jahresanfang 2020 ausgetauscht worden, als sich die KEA-BW nach 10 Jahren ein neues Gesicht mit neuem Logo und aufgefrischtem Design gab. Auf der Suche nach einer sinnvollen Weiterverwertung der hochwertigen Banner kam das Kommunikations-Team auf die „Comebags“. Gibt bestimmt auch Gewerbebetriebe bei Euch in Stegen oder im Dreisamtal, die diese Idee aufgreifen können, oder?!“

Klimaschutztipp: Wenn ein Auto, dann ein ???? 

Uwe Umwelt hat sich mit Kai Klima zur sonntäglichen Fahrradtour verabredet. Sie nutzen die Sonnenstunden für eine Tour durch den Schwarzwald. Zurück in Stegen machen sie einen Stop am Dorfcafé und jeder deckt sich mit einem Stück Kuchen ein, den sie dann bei Uwe zuhause zusammen mit einer Schale Milchkaffee genießen. „Uns geht’s gut“ beginnt Kai die Unterhaltung, „wir können alle unsere Wege mit dem Rad oder den Öffis machen, aber es gibt auch viele Mitbürger, die sind einfach auf ein Auto angewiesen. Hast Du schon in der neuen Ausgabe der VCD Zeitung Fairkehr den Artikel zu den alternativen Antrieben gelesen?“ „Keine Zeit gefunden bislang“ entgeg-net Uwe „was ist die Essenz?“ fragt er weiter. „Es gibt derzeit keine umweltschonende Alternative zum E-Auto, weder Erdgas noch Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder Biokraftstoffe.“ „Und wie steht es um die Herstel-lung der Akkus, für die Kobalt und Lithium zum Teil unter menschenunwürdigen und umweltschädlichen Bedin-gungen abgebaut werden“? unterbricht Uwe. „Als Gegenargument gegen batterieelektrische Antriebe dürfen diese Praktiken, die schleunigst ein Ende haben müssen, nicht dienen. Industrie und Politik sind hier zum Handeln gefordert!“ erläutert Kai. „Für eine nachhaltige Verkehrswende müssen wir aber die Zahl der PKW‘s“ deutlich verringern, statt Benziner eins zu eins durch E-Autos zu ersetzen, so das Fazit des VCD.“ „Beispielweise durch Carsharing“ wirft Uwe ein. Vielleicht bekommen wir ja doch bald in Stegen ein E-Car-Sharing Auto“.

Klimaschutztipp: „Du bist hier der Chef!“ 

Uwe Umwelt hat sich mit seiner französischen Freundin Claire Air auf Skype verabredet, der erneute Lockdown erlaubt es den Beiden sich nicht zu treffen. „Salut Claire“ – „Hallo Uwe, ca va- wie geht’s Dir? Liest jemand noch deine Klimaschutztipps oder haben sich bei Euch die Nachrichten auch auf Meldungen rund um Covid 19 reduziert?“ „Ja bedauerlicherweise ist das so, kann einen ganz schon runterziehen. Aber wenigstens gibt es ein paar gute Sendungen in den Mediatheken, eine meiner Lieblingssendungen nennt sich ‚Plan B‘, weil sie ermutigende Alternativen zeigt. Gerade habe ich eine spannende Folge gesehen, in der ging es um die Milch Produktion. Darin wurde die Initiative ‚Du bist hier der Chef!‘ vorgestellt und stell Dir vor die Idee kommt aus Frankreich, heisst bei Euch – ‚c’est qui le patron?‘.“ „Ja kenne ich, habe selbst in der Onlineumfrage abgestimmt. Es ging darum zu wissen, welchen Preis wir bereit sind für die Milch zu bezahlen, für mehr Tierwohl, mehr Regionalität, mehr Geld für Landwirt*innen, ist aber bestimmt schon 3 Jahre her! Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Produkten mit diesem Markenzeichen bei uns zu kaufen. Habe sie schon in Supermarktregalen gesehen“. „Ich bei uns in Stegen und Freiburg noch nicht, liegt sicherlich daran, dass ich meine Milch fast immer auf dem Scherpeterhof im Nachbarort Eschbach kaufe, ist Bio, aus dem Automaten, kannst jederzeit hinkommen, zudem eine schöne Spritztour mit dem Rad!“ „Das ist eindeutig der Vorteil, wenn Du auf dem Land wohnst, dann kannst Du direkt beim Erzeuger einkaufen!“ erwidert Claire und fährt fort: „Für Städter ist die Initiative ‚Du bist der Chef‘ aber eine Supersache, da bestimmen sie den Preis der Milch und nicht irgendwelche Großhändler. Wir müssen begreifen, dass wir auch Macht haben!

Zum Nachsehen: https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/plan-bdie-gute-milch-100.html

Klimaschutztipp: Positive Einstellungen zur Energiewende verstärken 

Uwe Umwelt ist eifriger Leser des Newsletters der Energie-Agentur NRW. In der jüngsten Ausgabe las er mit großer Neugier ein Interview mit Prof. Gundula Hübner, Akzeptanzforscherin an der Medical School Hamburg. Auf die Frage „Was können planende Kommunen tun, um positive Klimaschutz-Einstellungen bei den Menschen vor Ort zu verstärken“ entgegnet sie: „Vertrauen in die lokalen Akteure ist zentral. Deshalb braucht es Betei-ligungsprozesse, die bereits in informellen Schritten auf Dialog, Austausch und Mitwirkung setzen.... Schließlich ist es wichtig, dass lokale Projekte in einen größeren Zusammenhang gestellt werden und dass dieser Zusam-menhang als sinnhaft wahrgenommen wird. Und bei der Umsetzung der Energiewende müssen den Menschen vor Ort erlebte Nachteile und ausgleichende Vorteile gegenübergestellt werden – es geht um Gerechtigkeit, wie Kosten und Nutzen verteilt werden. Durch Beteiligungsmöglichkeiten, durch Mitgestaltung und durch das Wissen um indirekte positive Wirkungen der Projekte.“ Spannend, sinniert Uwe, in Stegen hat sich da einiges getan in den letzten 3 Jahren, da waren die Bürger*innenwerkstätten bei der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes oder der Bebauung des Nadelhofes. Vielleicht bildet sich ja auch demnächst eine Initiative für den Bau einer Stegener-Bürger*innensolaranlage? Das vollständige Interview steht hier:

https://www.energieagentur.nrw/blogs/erneuerbare/beitraege

Muss es denn Onlineshopping sein?

Uwe Umwelt ist mit dem Rad nach Freiburg zu seinem Mitstudenten Kai Klima geradelt, sie wollen noch einmal das schöne Wetter genießen und mit dem Rad durch den Kaiserstuhl touren. Kai sitzt noch am Frühstückstisch und liest Zeitung. „Hast Du das auch gelesen“ beginnt Kai „Amazon hat seinen Quartalsgewinn verdreifacht, auf 5,4 Milliarden Euro!“ „Ja habe ich“ entgegnet Uwe „und hast Du in den Nachrichten gehört, dass wir Deutschen Europameister im Pro Kopf aufkommen für Verpackungsmüll sind, 2018 haben wir einen neuen Rekord aufge-stellt, nämlich 227,5 kg pro Person. Am stärksten ist dabei der Müllanteil aus dem Onlinehandel angestiegen“. „Na prima, ist es wirklich praktischer und einfacher im Internet zu shoppen?“ sinniert Kai. „Bei gebrauchten Gegenständen hat das Internetshoppen sicherlich seine Berechtigung aber bei Neukäufen? Ist es doch nicht viel anregender und anschaulicher, in die Schaufester zu schauen und sich beraten zu lassen? Die Auswahl an Fachläden ist im Dreisamtal und Freiburg doch Spitze, oder?“. „Natürlich hast Du Recht, aber mir ist nicht nach Shoppen, lass uns endlich losradeln“ beendet Uwe das Thema.

Naturgarten statt Schotterfeld

Uwe Umwelt hat im Internet eine Kurzreportage gesehen, „Garten des Grauen“ betitelt und so war es tatsächlich auch. In Deutschland sind mittlerweile 15% der Vorgärten nicht mit Blumen und Sträuchern sondern als Schotterfeld angelegt, auch in Stegen sind sie zu finden. Angeblich machen die keine Arbeit, aber verbreiten sie Freude? Durch die anhaltende Oberflächenversiegelung wird der Lebensraum für Insekten und Vögel immer geringer, das massenhafte Insektensterben geht darauf zurück. Hier können die Stegener Bürger aber gegensteuern und ihre Gärten schrittweise in Naturgärten verwandeln, beispielsweise mit Vogelbeere, Holunder, Wildrosen, Felsenbirne, Blühsträucher und Stauden. Diese locken Insekten die wiederum Nahrung für die Vögel sind. Verblühte Stauden übrigens nicht gleich zurückschneiden, denn auch der Samen dient als Futter.

Uwe steigt auf sein Rad und tourt durch den Ort, doch es gibt sie auch hier, die Natur- und bunten Blumengärten, ja glücklicherweise auch mehr als Schottergärten, aber es könnten ruhig noch mehr und vielfältigere Gärten hinzukommen.

Klimaschutztipp: Wohin mit unserem Müll

Uwe Umwelt ist weiterhin nachdrücklich beeindruckt von seiner Exkursion zu einer Recyclingstation. Bilder von Containern für Batterien, CDs, Kork, Autobatterien, Altglas, Plastik, Styropor, Tonerkartuschen, Druckerpatronen, PU-Schaumdosen, Fahrrad- und Autoreifen oder Leuchtstoffröhren schwirren ihm durch den Kopf. Ebenso Zahlen, die ihn allerdings wenig aufheitern. Zwar sind wir Deutschen wirklich gute Mülltrenner aber in der Wieder-aufbereitung, Entsorgung oder gar Vermeidung hapert es. Besonders echauffiert hat er sich darüber, dass Deutschland im Jahr 2018 rund vier Millionen Tonnen zustimmungspflichtige Abfälle in verschiedene Regionen weltweit exportierte, darunter 1,05 Millionen Tonnen Plastikmüll. Davon ging der größte Teil mit 17 Prozent nach Malaysia! Für Uwe ein No-Go! In den letzten Jahren stieg unser Müllberg weiter an, schwindelerregend zugenom-men haben der Verbrauch von Papierverpackungen im Versandhandel und Service (To-Go) Verpackungen. Uwe ist sich sicher, dass der Trend dieses Jahr durch Covid 19 nochmals verstärkt wird. Knapp 65% des frischen Obsts und Gemüses erreichen vorverpackt den Handel. Da kann Uwe nur erneut alle Stegener aufrufen mit Tüten und Behältern gewappnet auf dem Stegener Markt einzukaufen und den Kaffee lieber im Dorf-Café zu trinken als auf dem Weg wohin auch immer.

30 Jahre Grüner Punkt 

Der grüne Punkt ist 30 Jahre alt geworden. Die gelben Säcke gehören zum Ortsbild Stegens, leider mitunter auch die Inhalte einzelner zerrissener Säcke. Uwe Umwelt wollte mehr erfahren. Er nahm an einer Exkursion zu einer Recyclingstation teil und wurde nur so mit Zahlen überschwemmt. Wieviel Müll produziert ein Bundesbürger im Schnitt im Jahr, hat der Leser eine Vorstellung? 535 kg waren es 2018, darin sind dann auch der Sperrmüll und die Gartenabfälle enthalten. Von diesem persönlichen Müllberg werden rund 130 kg, der sogenannte Restmüll verbrannt. All der Rest wird auf Recyclingstationen gesammelt, sortiert, und der Wiederverwertung zugeführt. Uwe erfährt, dass gelbe Säcke und gelbe Tonnen bis zu 40 Prozent Abfälle enthalten, die nicht dort hineinge-hören. So dürfen nur Verpackungen und Behälter, die wirklich einen grünen Punkt haben in den gelben Sack. Kaputte Plastikgeräte oder Plastikstühle oder Dämmstoffplatten gehören in den Rest- bzw. Sperrmüll oder zum Abfallzentrum in Titisee-Neustatt. Der Grüne Punkt führt sie nicht dem Recycling zu, sondern sortiert sie aus! Aussortiert werden auch nicht vollständig entleerte Plastikflaschen oder Jogurt-Becher von denen der Aludeckel nicht abgetrennt wurde. Gespült werden muss der Abfall allerdings nicht.

Ökologisch bauen und renovieren 

In drei Wochen beginnt das Wintersemester, Zeit noch ein wenig kreativ zu werden. Uwe Umwelt möchte sein Zimmer umgestalten und dabei gleich mal neu streichen. Worauf muss er achten ? Er ruft seine Schwester Cao Carotta an, sie ist ja kürzlich erst umgezogen und hat gründlich renoviert. „Prima Idee“ meint Caro, „Achte auf schadstoffarme Farben und Tapete - sofern Du die auch auswechseln willst. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wandfarben stellen Naturfarben eine ökologische Variante dar, die Dir deine vier Wände verschönern werden. Wenn Du mal gründlicher renovierst solltest Du über Kalkputz und Kalkfarbe nachdenken damit verhinderst Du Schimmelbildung. Den Blauen Engel kennst Du ja. Noch ökologischer ist das Label „natureplus“, es steht für Umweltfreundlichkeit und Schadstofffreiheit. Alle Produkte mit diesem Siegel werden umweltfreundlich hergestellt und enthalten keine Schadstoffe, die später in den Raum gelangen können – und schick mal ein Foto wenn Du fertig bist!“

Klimaschutztipp: Happy Planet? 

Uwe Umwelt ist zu Besuch bei seiner Schwester Caro Carotta. Sie diskutieren den „Zustand“ der Welt und fragen sich, wie bemessen wir denn den generellen „Zustand“ eines Landes? Für Wirtschaft und Politik ist der wichtigste Indikator das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Es umfasst die Produktion aller Güter und Dienstleistungen des Staates und bildet damit die jährliche Volkswirtschaftsleistung ab. Ein hohes BIP wird deshalb angestrebt, weil es nach gängiger Auffassung Wohlstand und einen hohen Verdienst garantiert. Unberücksichtigt bleiben jedoch dabei „weiche“ Faktoren, wie z.B. die Verteilung der Werte, Umweltkosten, Arbeitsleistungen im Haushalt, bei der Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder ehrenamtliche Tätigkeiten. Dem BIP ist es zudem egal, unter welchen Arbeitsbedingungen es entsteht oder welcher CO2-Ausstoß generiert wird.

Caro weist Uwe auf andere Ansätze, beispielsweise den „Happy Planet Index“ (HPI): Er wurde 2006 in Groß-britannien entwickelt. Demnach soll Reichtum an sich kein absolutes Ziel sein, sondern vielmehr ein glückliches und zufriedenes Leben. Der Index berücksichtigt u.a. die Lebenserwartung, Zugang zu Bildung, die Nachhaltigkeit des Lebensstils und den ökologischer Fußabdruck einer Gesellschaft, also auch Faktoren, die wichtig für den Erhalt des Planeten sind. Und Caro listet weitere Modelle auf, die „Wohlstand“ neu definieren: World Happiness Index, Human Development Index, Better Life Index oder das Bruttonationalglück des Himalaya-Staates Buthan.

Verschiedene Modelle weiten den Blick auf komplexe Sachverhalte und geben Themen Raum, welche sich nicht in Wirtschaftskennzahlen abbilden lassen, aber dennoch berücksichtigt werden sollten. Nach welchem Index wollen wir die Welt und unser Leben und Tun bewertet sehen?

Klimaschutztipp: Achtlos weggeworfen

Uwe Umwelt ist aus seinem Urlaub zurück und dreht zum Ausklang am Sonntag mit seinem Fahrrad eine letzte Runde durch Stegen. Da sieht er, schön ordentlich aufgestellt, eine leere Weinflasche direkt neben dem Radweg stehen. Uwe denkt darüber nach, was da alles passieren kann, wenn die umfällt und zerbrochen auf dem Weg liegen bleibt. Zudem hatte er noch am Morgen in Publik Forum gelesen, dass Aktivisten in 180 Ländern für den 19. September zum „World Cleanup Day“ aufgerufen hatten um Straßen, Parks, Strände, Wälder und Flussufer von weggeworfenem Abfall und Plastikmüll zu säubern!

Kurzentschlossen steigt er ab, nimmt die Flasche und fährt zum nächsten Glascontainer. Aber halt, ist es nicht verboten, am Sonntag Flaschen in den Container zu werfen? Doch nun noch die Flasche mit nach Hause nehmen, sie irgendwo zu deponieren und sie in den nächsten Tagen zu entsorgen, das ist zu viel! So wirft er sie ein und versucht, möglichst wenig Lärm dabei zu machen.

Unser Wasserfußabdruck 

Hast Du gelesen, dass der Stegener Gemeinderat in einer der letzten Sitzungen die neuen Wasser-gebühren verabschiedete: 1 Kubikmeter, also 1.000 Liter Trinkwasser kostet in Stegen inkl. 7 % Mehrwertsteuer weiterhin 1,93 Euro“ berichtet Uwe Umwelt Kai Klima. Beide genießen nach einer Fahrradtour Kaffee und Kuchen im Dorfcafé. Kai überschlägt laut: „Zusammen mit dem Kleingewerbe bezieht der Bundesbürger im Schnitt etwa 130 Liter Wasser pro Tag für Duschen, Toilettenspülung, Waschen, Essen und Trinken usw., das sind dann also gerade mal 25 ct pro Tag“. „Gar nicht so viel“ entgegnet Uwe. „Nein“, fährt Kai fort. Aber für das Baumwoll-T-Shirt aus, das Du neulich gekauft hast, brauchte es viel mehr Wasser. Weißt Du eigentlich, dass jeder Deutsche im Durchschnitt am Tag für 4.000 Liter Wasserverbrauch zur Produktion von Kleidung, Lebensmitteln und sonstigen Gütern verantwortlich ist?! Allein für die Herstellung von Textilien und Kleidung aus Baumwolle beträgt Dein „Wasserfußabdruck“ über 200 Liter pro Tag, also fast das Doppelte dessen, was auf Deiner Wasser-rechnung steht. Wenn Du diese Wassermenge selbst bezahlen müsste, würde deine Wasserrechnung nicht 7,63 Euro im Monat betragen, sondern 229 Euro! „Au weih“, entfährt es Uwe. „Natürlich wird dieses Wasser größtenteils gar nicht in Deutschland verbraucht, sondern oft in Ländern, die zudem unter starkem Wassermangel leiden. Mich beschleicht der Verdacht, dass dahinter eine Art moderner Ausbeutung steht. Uwe und Kai beschließen, bei Einkäufen in Zukunft auch darüber nachzudenken, wieviel Wasser dafür jeweils verbraucht wird.

Wassersparen im Garten

Uwe Umwelt stöhnt unter der Hitze, Fahrradfahren kommt für ihn nur noch ganz früh am Morgen oder in den Abendstunden in Frage. Und wenn er dann mit dem Rad unterwegs ist und überall sieht, wie die Tiere und Pflanzen ums Überleben kämpfen wird ihm der Klimawandel noch deutlicher vor Augen geführt. Alles schreit nach Wasser. Aber wie gleichzeitig sorgsam damit umgehen? Durch die fort-schreitende Erderwärmung könnte das Wasser auch im Schwarzwald knapper werden. Hier ein paar Tipps, die Uwe im Internet gefunden hat:

Regenwasser auffangen! Versiegelte Flächen werden so wenigstens ein kleines bisschen ausge-glichen. Und es schont natürlich auch den Geldbeutel, wenn kein wertvolles Trinkwasser für den Garten verschwendet wird.

Rasen nicht zu kurz schneiden! Längere Grashalme von etwa 3-5cm haben tiefere Wurzeln und halten die Feuchtigkeit besser im Boden als kurzes Gras. Dies verbessert das Mikroklima und den Wasserhaushalt im Garten. Jetzt auch mal abgemähtes Gras liegen lassen, das kühlt den Boden und hält ihn feucht.

Spülwasser auffangen: Abspülen von Obst, Salat oder Gemüse, schnelles Händewaschen ohne Seife: Mit einer kleinen Schüssel im Spülbecken könnte dieses Wasser problemlos aufgefangen und für Zimmerpflanzen oder im Garten weiterverwendet werden.

Klimaschutztipp: Elektroautos emittieren 56% weniger Kohlendioxid 

Jetzt strömen sie wieder in alle Richtungen denkt Uwe Umwelt, die Sommerferien haben begonnen. Uwe hat jetzt auch etwas mehr Zeit und schmökert in der Ausgabe 3/20 der VCD Zeitschrift Verkehr. Dort stößt er auf einen Artikel zu die CO2 Emission von Fahrzeugen über ihren gesamten Lebenslauf, also inklusive Herstellung und Verschrottung. Natürlich stimmt es, dass sich die Batterieherstellung in der Bilanz des E-Auto negativ niederschlägt, aber die Stromproduktion für den Antrieb stößt deutlich erzeugt Kohlendioxid -Emissionen als das Herstellen und Verbrennen von Benzin oder Diesel. Über ihren gesamten Lebenszyklus sind E-Auto in Deutschland bis zu 56% günstiger als Verbrenner. Wer es nicht glaubt, kann es selbst nachrechnen. Ein neuer Online-Rechner der Brüsseler Umweltorgani-sation Transport & Environment (T&E) ist frei verfügbar. Auf deren Website https://bit.ly/2X9RTV0 kann jede*r die Parameter für den gewünschten Vergleich selbst einstellen und bekommt die durch-schnittlichen CO2-Emissionen pro km und über den Fahrzeug-Lebenszyklus angezeigt. Uwe hat den Rechner getestet, natürlich hängt der Verbrauch auch von den während der Lebenszeit zurückge-legten Kilometer ab, bei mehr als 50.000 km ist das E-Auto dann wirklich günstiger. Gut zu wissen denkt sich Uwe, wenn ich mal einen Carsharing Wagen benötige.

Ferienprogramm: Insektenhotel bauen 

Uwe Umwelt hat sich einiges vorgenommen für die Sommersemesterferien. Natürlich steht eine mehrtägige Fahrradtour auf dem Programm, aber zuerst will er mit seiner Nichte ein Insektenhotel bauen. Gerade in Gärten helfen die vielen nützlichen Insekten dabei, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Denn sie ernähren sich oft von Schädlingen oder deren Larven, andere wiederum bestäuben die Blüten der Nutzpflanzen. Darüber hinaus sind sie interessant zu beobachten, und ihr Gesumm und Gebrumm gehört für viele Naturfreunde einfach zu einem Sommer dazu. Wie kann Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer im Garten oder auf dem Balkon am besten geholfen werden? Uwe Umwelt recherchiert im Internet und findet schnell 2 Webseiten mit Tipps und Anleitungen zum Selbstbau von Insektenhotels, und zwar:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insekten-helfen/00959.html

https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/insekten-im-garten/insektenhotel-selbst-bauen/

Viel Spaß beim Bauen. Uwe Umwelt freut sich übrigens über die Zusendung von Fotos selbstgebauter Insektenhotels in Stegen!

Sonnenschutzmittel, gerne umweltschonend 

Letzte Tage Stadtradeln und herrliches Sonnenwetter. Besser geht’s nicht denkt Uwe Umwelt und stellt sich seine Tour zusammen, Kai Klima klingelt auch schon an seiner Wohnungstür. „Startklar?“ fragt Kai. „Ja, fast, will mich nur noch kurz mit Sonnencreme einschmieren“ entgegnet Uwe. „Ich hoffe, Du benutzt eine mit mineralischem Sonnenschutz und hast auf ein Umweltsiegel wie NATRUE oder BDIH geachtet?“ fragt Kai nach und fährt gleich fort:“ Wusstest Du, dass jedes Jahr tausende Tonnen Sonnenschutzmittel in den hochsensiblen Korallenriffen landen. Insbesondere der chemische Stoff Octocrilen steht dabei in Verruf. Er ist wasserunlöslich, biologisch schwer abbaubar und lagert sich deshalb in Gewässern und Organismen an. Octinoxate und Oxybenzone schaden den Meeresorganismen und können zu ihrem Absterben führen“. „Alles gut, erwidert Uwe, komm her und schmiere Dich auch ein. Hoffen wir, dass die die Urlauber auch alle umweltschonende Sonnenschutzmittel in ihrem Urlaubsgepäck mitführen! So und nun lass uns losradeln…

Mehrwertsteuer – wer weiß denn sowas ??? (

 

Uwe Umwelt hat am Samstag mit seiner Schwester Caro Carotte telefoniert, eigentlich wollte er von ihr hören wie viele Kilometer sie bei Stadtradeln schon zurückgelegt hat. Caro war aber gerade dabei sich über Absurditäten der Mehrwertsteuer zu ärgern. „Du weisst doch“ begann sie, „dass seit 1. Juli eine niedrigere Mehrwertsteuer gilt. Der reguläre Satz (bei Lebensmittel für sog. „Genussmittel“) sinkt von 19 auf 16 Prozent, der ermäßigte (für „Grundnahrungsmittel“ und „Produkte des Gemeinwohls“) von 7 auf 5 Prozent. Das Ziel: Den Konsum zu stärken und der Konjunktur in der Corona-Pandemie neuen Schub zu geben. Okay, soweit so gut und verstanden. Aber verstehst Du auch, welche Produkte zu welcher Kategorie zugeordnet werden. Hier hast Du ein paar Beispiele und Gegenüberstellungen:

16% (bzw. 19%) regulärer MwSt. Satz

5% (bzw. 7%) ermäßigter MwSt. Satz

Süßkartoffel

Kartoffel

Babynahrung, Kinderkekse

Katzenfutter, Hundekekse

Mineralwasser

Gänseleber, Froschschenkel

Sojamilch, Hafermilch

Kuhmilch

Medikamente

Gummibärchen, Kartoffelchips

Meerschweinchen

Kaninchen

lebender Esel

geschlachteter Esel

 

Absurd pflichtet Uwe Caro bei, die sich fragt warum wir für Pflanzenmilch einen mehr als zweieinhalbmal so hohen Steuersatz zahlen, wie für Kuhmilch? Ein Liter Kuhmilch verbraucht 22-mal mehr Wasser, benötigt etwa 12-mal mehr Land und emittiert dreimal mehr Treibhausgasemissionen als ein Liter Sojamilch. Auch andere Pflanzenmilchsorten wie Hafer-, Reis- oder Mandelmilch sind deutlich klima- und umweltfreundlicher als Kuhmilch.

Die Politik schreckt seit Jahren davor zurück, das Steuerdickicht zu lichten – Lobbygruppen scheinen dabei eine große Rolle zu spielen.

Und was können wir, die Verbraucher*innen und Konsument*innen tun?“ fragt Uwe. Cora entgegnet: „Wendet Euch doch mal bei Gelegenheit an Eure Bundestags- (Felix Schreiner und Rita Schwarzelühr-Sutter) und Landtagsabgeordneten (Reinhold Pix) warum ökologisch sinnvolle Produkte steuerlich benachteiligt werden…"

Stadtradeln, Anmelden, Mitmachen, sich’s gut gehen lassen! 

Sonntag, vormittags, Uwe Umwelt grübelt über den nächsten Klimaschutztipp. Er schaut mal auf die Website, wie viele Stegener sich schon für Stadtradeln angemeldet haben. 59 Radler*innen in zusammen 14 Teams ist die Auskunft, bei 4511 Einwohner*innen. Das ist gerade mal jeder 76ste! Kirchzarten hat etwas mehr als doppelt so viele Einwohner aber schon 219 Radler in 43 Teams. Ehrgeiz Leute!

Aus Anlass des europäischen Tages des Fahrrads zitierte die Badische Zeitung John F. Kennedy: „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Fahrrad zu fahren“. Wenn der Fahrtwind um die Nase tanzt und die Kette surrt, dann wir der Geist frei. Mit jedem Tritt ins Pedal wir das Problem kleiner und das Herz öffnet sich ein kleines Stück weiter setzten die beiden Redakteure ihren Artikel fort. Ja genauso empfindet auch Uwe Umwelt. Und ach ja, apropos Politiker, von den Stegener Gemeinderäten haben sich bislang 7 zum Stadtradeln angemeldet, auch da ist also noch Luft nach oben.

Liebe Stegener Mitbewohner*innen, es geht weit mehr, am Samstag 4. Juli geht es los, es bleiben also noch 2 Tage um sich anzumelden, ganz einfach im Internet unter: www.stadtradeln.de/stegen Auf geht’s!!!!

Stadtradeln, Uwe Umwelt ist dabei 

Vom 4.-21. Juli beteiligt sich Stegen an der europaweiten „Stadtradeln“ Kampagne. Uwe Umwelt hat sich schon für das Team des Arbeitskreises angemeldet. Das letzte Wochenende bot sich gut für eine Trainingsfahrt an. Daher hat er sich am Sonntag mit seiner Freundin Claire Air in Breisach an der Rheinbrücke zum Picknick verabredet. Zwei Fliegen mit einer Klappe, gute Vorbereitung auf Stadtradeln und Nutzung der wieder offenen Grenzen, Uwe hatte Claire seit dem Dreikönigstag nicht mehr gesehen und so war die Freude groß als die beiden sich auf der Rheinbrücke wieder trafen. Sie fuhren nebeneinander her am Rhein entlang bis sie eine geeignete Stelle zum Picknicken gefunden hatten.

Es gab natürlich viel zu erzählen, in Frankreich war der Lockdown ja noch viel radikaler, Claire durfte das Haus am Tag nur für eine Stunde verlassen und sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem zuhause fortbewegen. „Was hast Du die ganze Zeit gemacht“ wollte Uwe wissen. „Du hattest doch letzte Woche Geburtstag“ entgegnete Claire und überreichte ihm ein kleines Paket „Hier, pack es aus und Du siehst wie ich mir die Zeit vertrieben habe.“ Uwe riss voller Neugier das Papier auf und zum Vorschein kam ein Mund-Nasen-Schutz, ein Stirnband, ein Handtuch, drei Müsliriegel und eine kleine Glasflache mit Holunderblütensirup. „Nun weißt Du was ich getrieben habe, alles selbstgemacht!“ und Claire fügt augenzwinkernd hinzu: „Du bist doch gegen den Konsumwahn, da ist Selbstgemachtes eine echte Alternative, ich habe jede Menge Masken genäht, aber auch Kosmetikpads oder mein Halstuch hier“. Selbstverständlich waren auf allen Geschenken Motive mit Fahrrädern dargestellt. Uwe Umwelt war sichtlich begeistert und hätte sich nur zu gerne typisch französisch mit Küsschen rechts und Küsschen links bei Claire bedankt, aber das muss Coronabedingt noch warten. So bleibt es bei strahlenden Augen und Worten. Uwe Umwelt ist definitiv gut vorbereitet und startklar für Stadtradeln!

Der Macht der Werbung wiederstehen 

An langen einsamen Corona-Abenden hat Uwe Umwelt viel in Zeitschriften geschmökert. In der letzten Ausgabe von Schrot & Korn ist er auf einen Artikel zu Konsumverhalten gestoßen. Darin hat er sich eine Passage über die Macht der Werbung markiert. Der Neurobiologe Gerald Hüther erläutert, dass Konsumverhalten keine kognitive Angelegenheit ist, wichtig sei für die meisten von uns, dass der Kauf emotional richtig erscheine, uns ein gutes Gefühl vermittelt. Man gönnt sich etwas, damit Ruhe ins Hirn kommt meint der Neurobiologe. Im Belohnungszentrum wird dabei der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet, der als Glückshormon gilt und das gewünscht positive Gefühlserlebnis bewirkt. Allerdings nur kurz!

Kaufen ist eine Ersatzbefriedigung und so gesehen lebt die Konsumindustrie von Menschen, die nicht glücklich sind und die versuchen das über Konsum ruhig zu stellen. Viel wichtiger wäre, Hüther zufolge, jedoch eine Person, die uns „Unglückliche“ in den Arm nimmt und sagt: „Du bist gut so, wie Du bist!“ Aber würden wir dieser Person Glauben schenken? Dazu bedarf es einer ordentlichen Portion an Selbstwertgefühl. Das aufzubauen erscheint in unserer heutigen Welt nicht einfach, denn wir werden auf allen Kanälen mit unseren vermeintlichen Unzulänglichkeiten konfrontiert. Selbstoptimierung erscheint als Schlüssel zum Glück. Den Optimalzustand können wir wiederum nur erreichen, wenn wir –na was wohl- kräftig konsumieren.

Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist gar nicht so einfach denkt sich Uwe Umwelt, das hat er schon an sich selbst erfahren. Aber bieten nicht gerade Krisen auch Chancen bisherige Verhaltensmuster aufzubrechen? Einen Versuch ist es allemal wert.

Runter mit meinem CO2 Fußabdruck? 

Wie viel Kohlendioxid (CO2) entsteht beim Heizen der Wohnung? Wie wirkt sich ein sparsameres Auto auf die persönliche CO2-Bilanz aus? Wie viel Treibhausgase lassen sich mit dem Kauf regionaler und saisonaler Lebensmittel einsparen? Fragen die Uwe Umwelt schon lange beschäftigen.

Antworten auf Fragen wie diese hat beim Online-CO2-Rechner des Umweltbundesamtes (UBA) gefunden: https://uba.co2-rechner.de/de_DE/. Dieser Rechner ermittelt den persönlichen Treibhausgas-Ausstoß pro Jahr und vergleicht ihn mit dem bundesweiten Durchschnitt. Ob Wohnen, Mobilität, Ernährung oder Konsum – der Rechner zeigt, wie viel Treibhausgas-Emissionen der individuelle Lebensstil verursacht und an welchen Stellschrauben der Nutzer seine Klimabilanz verbessern kann.

Der UBA-CO2-Rechner hilft Ihnen dabei, den Überblick zu behalten: Wo stehen Sie heute? Was sind Ihre zentralen Stellschrauben? Welchen Beitrag können Sie zukünftig für den Klimaschutz leisten? Das Ziel lässt sich für Deutschland sehr genau benennen: Von 11,6 Tonnen CO2 auf unter 1 Tonne CO2 pro Person und Jahr. Das ist die Position des Umweltbundesamtes im Einklang mit der internationalen Staatengemeinschaft. Hierzu muss auch Uwe Umwelt noch viel tun. Sein Ausstoß liegt bei 4,3 Tonnen, insbesondere in Sachen Mobilität muss er sich noch verbessern, er verreist einfach noch zu viel, wenn auch nicht mit dem Flugzeug. Er wird es anpacken!

Müll richtig trennen 

Über Pfingsten hat Uwe Umwelt seine etwas ältere Schwester Caro Carotta in Schwäbisch-Hall besucht. Die hat dort vor zwei Monaten beim Landratsamt ihre erste Stelle beim Abfallwirtschaftsamt angetreten. Das haben die beiden nun gefeiert. Natürlich will Uwe wissen wie so die ersten Wochen gelaufen sind. „Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie undiszipliniert zum Teil der Müll getrennt wird“ beginnt Caro und dann erzählt sie ihm von ihrem ersten Besuch auf dem Kompostwerk, wo der Abfall aus der Biotonne verarbeitet wird. Sie veranschaulicht ihre Ausführungen auch gleich mit ein paar Fotos, jede Menge Fremdstoffe waren da zu sehen, angefangen von noch eingeschweißten Lebensmitteln, Hygieneartikel, Altglas und jede Menge Plastiktüten, in die der Biomüll einfach reingestopft wurde. Caro fährt fort: „obwohl wir Abfallkalender und Flyer ausgeben, eine ausführlich Darstellung im Internet haben, hat sich die Situation nicht gebessert führte mir die Amtsleiterin aus, es wird eher schlimmer, gerade bei den Tonnen, die aus dem städtischen Bereich kommen und leider steigt auch insgesamt schon seit mehr als 10 Jahren Jahr für Jahr das Restmüllaufkommen“. Zwar wird im Kompostwerk nachsortiert, aber nicht alle Fehlstoffe werden dabei erfasst. Die große Gefahr ist, dass immer mehr Mikroplastik im Kompost verbleibt und darüber auch auf Landwirtschaftlichen Flächen aufgebracht wird.

Plastiktüten, Verpackungen, Hygieneartikel oder behandeltes Holz haben in der Biotonne nichts verloren, jeder Mitbürger sollte sich das zu Herzen nehmen und seinen Müll sauber trennen. Der Biomüll aus Stegen wird übrigens in einer Vergärungsanlage in Freiburg verarbeitet. Aber am allerbesten, denkt sich Uwe, ist es sowieso mit der Müllvermeidung anzufangen und seinen Biomüll selbst zu kompostieren.

Abstrampeln für den Klimaschutz?!

Die Corona-Einschränkungen werden immer mehr zurückgenommen, nun nimmt auch wieder die Gastronomie ihren Betrieb auf, Sozialkontakte bleiben allerdings weiterhin stark eingeschränkt, die traditionelle Vatertagsradtour wird Uwe Umwelt daher dieses Jahr nur mit seinem Kommilitonen Kai Klima machen. Mit der Bahn nach Seebrugg und dann zunächst am Schluchsee entlang auf kleinen Pfaden zurück nach Stegen und zum Abschluss kehren die Beiden im Dorfkaffee ein. Nach der Stärkung wird leidenschaftlich diskutiert, wie geht es jetzt wohl weiter mit dem Exit aus der Corona-Krise? Fallen die Menschen in alte Verhaltensmuster zurück, Stichwort Flugreisen? Oder nutzen sie gar noch öfter den eigenen PKW aus Sorge vor einer zweiten Welle? Werden Kai und Uwe wieder in ihren eigenen „To-Go Bechern“ den Kaffee beim Bäcker bekommen oder wird die Flut von Einmalverpackungen wieder zunehmen? Wird die Begrenzung des Anstiegs der Erderwärmung als eine der wichtigsten Herausforderung für die Menschheit angesehen werden? Viele Fragen auf die die Beiden keine Antworten haben, aber sie wollen weiter ihren Beitrag leisten, Wege mit dem Rad, dem ÖPNV und vielleicht bald auch mal mit dem Carsharing-Auto zurücklegen, lokal einkaufen und genießen und ihre Mitmenschen für diese Verhaltensweisen zu begeistern. Warum sollte die Corona-Krise nicht auch in Sachen Klimaschutz Verhaltensänderungen herbeiführen?!

Tipps zur Eindämmung der Plastikschwämme 

Wieder ein kleines Jubiläum bei Uwe Umwelt, dies ist der 50. Klimaschutztipp, der im Stegener Blättle veröffentlich wird. Und ausgerechnet jetzt gehen Uwe Umwelt die Tipps aus! Umso mehr freut er sich daher, dass dieser heute ihm von einer aufmerksamen und engagierten Leserin zugeschickt wurde und zwar Alltagstipps zum Umgang und Vermeidung von Plastik:

  • Innenbeschichtungen von Dosen enthalten BPA, ein krebserregender Weichmacher. Kaufen Sie lieber Konserviertes im Glas.

  • Hitze löst Stoffe aus Plastikgeschirr. Verwenden Sie deshalb Mikrowellengeschirr aus Glas, füllen Sie heiße Gerichte wie Suppen erst im kalten Zustand in Plastikbehältnisse ab.

  • Salze, Fette und Säure lösen Substanzen aus Plastik- und Aluminiumfolien. Verwenden Sie lieber Teller als Abdeckung im Kühlschrank und Wachsfolien zum Einschlagen. Alufolie ist zum Grillen von mariniertem Fleisch und Gemüse gänzlich ungeeignet!

  • Aufbewahrungen aus Edelstahl, Email, Glas oder Porzellan sind immer unbedenklich, neutral und langlebiger.

  • Alle Meersalze enthalten mittlerweile Mikroplastik - Steinsalze nicht.

  • Wasser aus Glasflaschen oder aus der Leitung ist immer unbedenklich und schmeckt neutral.

  • Nutzen Sie Einkaufsalternativen wie Unverpacktläden, Wochenmärkte, Läden mit losen Waren und bringen Sie Behältnisse selbst mit.

  • Lagern Sie einen Vorrat an Einkaufstaschen, Wachsfolien, Glasbehältnissen, Trinkbecher, etc. immer im Auto, so dass Sie bei Spontaneinkäufen immer Aufbewahrungen parat haben.

 

Haben Sie auch einen Klimaschutztipp parat? Schreiben Sie einfach an Uwe Umwelt, er freut sich über jede Anregung und Kritik. Hier seine neue Emailadresse:

Spülen mit dem Geschirrspüler – alles im Fluss 

Zwar hat es jetzt ein paar Tropfen geregnet, aber Wasser fehlt noch mächtig in der Natur. Uwe Umwelt fragt sich: „Wo kann ich meinen -wenn sicherlich auch bescheidenen Beitrag- zum Wassersparen leisten?“ Gerade hat er eine Studie der Uni Bonn in die Hände bekommen, an der 200 Haushalte aus ganz Europa teilgenommen haben. Diese hat gezeigt, dass viele Haushalte ihren Geschirrspüler nicht optimal nutzen. Als Hinweise findet er dort beispielsweise:

  • Benutztes Geschirr grundsätzlich nicht von Hand spülen! Geschirrspüler benötigen deutlich weniger Strom und Wasser. Selbst Vorspülen ist völlig überflüssig. Die meisten Spülmaschinen werden mit Essensresten mühelos fertig.

  • Spülprogramme mit niedrigen Temperaturen (etwa ECO-Programme) dauern zwar länger, sind aber effizienter und schonen außerdem das Geschirr. Einmal im Monat sollte allerdings mit 60°C gespült werden, um etwaiger Keimbildung durch Fettablagerungen vorzubeugen.

  • Geschirrspüler immer möglichst voll beladen – aber so, dass sich Geschirrteile nicht gegenseitig berühren. Sorgfältiges Einräumen sorgt für gute Reinigung und fleckenfreie Trocknung.

Meine Güte denkt sich Uwe Umwelt, das ist ja eine echte Herausforderung seinen Geschirrspüler optimal zu nutzen.

Ihr Dach kann mehr – zum Beispiel ein Sonnendach 

Was hat uns die Sonne in den letzten Wochen verwöhnt. Kein Wunder also, dass die Initiative für ein klimaneutrales Dreisamtal oder auch die Stadt Freiburg mit ihrer Kampagne „Dein Dach kann mehr“ intensiv die Photovoltaik bewerben. Auf seinen diversen Fahrradtouren hat Uwe Umwelt schon zahlreiche PV-Anlagen auf Stegener Dächern gesehen. Zwar kommen auch jedes Jahr mehr hinzu, ginge es nach Uwe Umwelt könnten es aber auch noch viel mehr werden. Noch können zinsgünstige Kredite und regionale Förderprogramme in Anspruch genommen werden.

Am schnellsten rentiert sich die PV-Anlage, wenn ein möglichst hoher Anteil des erzeugten Stromes selbst erzeugt wird. Das erkennt jeder sofort am Preis für die Kilowattstunde (kWh). Für eine selbstgenutzte kWh kann ich mir 27 ct (Strombezugspreis) gutschreiben, wenn ich sie einspeise bekomme ich nur 10 ct. Eine gängige Größe von Privathausanlagen liegt bei 3 KW, kostet um die 6.000 €, erzeugt im Jahr gut 3.000 kWh (dieses Jahr sicher mehr wenn es so weitergeht) und spart über 20 Jahre Betrieb rund 1,7 Tonnen CO2 ein.

Sehr hilfreich ist ein Blick auf die Homepage der „Dein Dach kann mehr“ Kampagne der Stadt Freiburg (https://www.freiburg.de/pb/1077076.html), dort finden Sie sehr übersichtlich 10 Fakten- und 3 Aktionsblätter zu PV Anlagen. Nach Verschaffung des Überblicks empfiehlt sich ein Beratungsgespräch, welches die Dreisamtalinitiative, die Energieversorger oder auch das lokale Fachhandwerk anbieten. Uwe Umwelt freut sich schon bald noch mehr Solardächer in Stegen sehen zu können, auch wenn er sich im Moment wirklich nach regen sehnt.

Bewusster Umgang mit Kleidung 

Uwe Umwelt hat alle 13 Artikel aus der BZ-Spezial Serie „Grüner Leben“ gelesen und aufgehoben. Ein paar der besprochenen Themen hat er im Stegener-Klimatipp noch nicht aufgegriffen oder etwas in anderen Zusammenhängen dargestellt. Sehr anschaulich fand Uwe Umwelt den Bericht über den Fairjeans Laden im Freiburger Stadtteil Vauban und die dazugehörigen kleinen Schritte zum bewussten Umgang mit der Kleidung. Klar ist fair gehandelte Kleidung teurer als „konventionell“ hergestellte und vermarktete. Aber mit ein paar weniger Neukäufen könnten die Mehrkosten wieder aufgefangen werden. Faire Mode erkennen wir an Siegeln wie „Grüner Knopf, GOTS, IVN-Best und bluesign Product (für Outdoorkleidung)“.

Wussten Sie, dass jeder Deutsche durchschnittlich 60 Kleidungsstücke im Jahr kauft und gleichzeitig. in Deutschland geschätzt 2 Milliarden Kleidungsstücke, die nicht getragen werden, in Schränken lagern? Das gibt Uwe Umwelt doch Anlass zum Nachdenken. Sollten wir solche ungeliebten Stücke nicht in Second-Hand Läden geben (vielleicht sogar an einem Tauschtag)? Alternativ an Sozialkaufhäuser oder, wenn denn wieder möglich, auf Flohmärkten verkaufen?

Übrigens ist es nun genau 1 Jahr her, dass Uwe Umwelt den ersten Klimaschutztipp für das Stegener Gemeindeblatt geschrieben hat. Gerne hätte Uwe Umwelt dies mit den Mitstreitern des Arbeitskreises Klimaschutz gefeiert – wird nachgeholt!

24 Experimente zu den erneuerbaren Energien 

Uwe Umwelt kommt mit der Corona Krise ganz gut klar. Seine Schwester hat es da nicht so einfach, sie wohnt mit Ihrer vierköpfigen Familie in einem Mehrfamilienhaus in Freiburg. Zwar haben sie einen Balkon, aber die Auslauf- und Spielmöglichkeiten für die beiden Kinder sind doch sehr begrenzt. Gerade hat Uwe wieder mit seinem Neffen und seiner Nichte „geskypt“, ihnen ist furchtbar langweilig. Uwe Umwelt überlegt angestrengt welche Spiele er noch für zuhause vorschlagen kann. Auf der Homepage von der Energieagentur NRW wird er erneut fündig. Sie hat unterhaltsame Materialien für Kita- und Schulkinder bis 12 Jahre zum Thema Nachhaltigkeit zusammengestellt und als Download bereitgestellt. Sowohl für Familienaktivitäten zu Hause als auch für Notgruppen in der Kita oder Grundschule eignen sich die Angebote.

Zutaten für die Klimaspiel-Rezepte finden sich in jedem Haushalt: z. B. Stifte, Papier, Schere, Garn, ein Wasserglas oder ein Tropfen Tinte. Mit einfachen Mitteln lassen sich auch zu Hause die 24 Experimente des Klima-Spiels durchführen. Aufgeteilt nach vier Bereichen der erneuerbaren Energien zu Wasser, Wind, Sonne und Biomasse sind einige Experimente für drinnen und andere für draußen geeignet. Der „Bunte Vulkanausbruch“ hat bei Neffe und Nichte für viel Staunen gesorgt, wissen sie doch nun, dass warmes Wasser an die Oberfläche steigt.

Das Klimaspiel kann hier heruntergeladen werden: www.energieagentur.nrw/wissen/klimakita/material_klimakita. Dort finden sich auch weitere Materialien wie ein Energie-Memory oder ein Leseheft.

Tipps für das Home-Office 

Wie viele Mitbürger*innen arbeitet bzw. studiert Uwe Umwelt derzeit von seinem Home-Office aus. Auf der Website der EnergieAgentur.NRW hat er ein paar Tipps gefunden um die Auswirkungen des Homeoffice auf den Stromverbrauch zu minimieren. Hier eine Auswahl:

Notebooks überzeugen vor allem durch ihre mobile Unab­hängigkeit und ihren geringen Stromverbrauch. Während ein PC mit einer Leistung von 500 Watt bei einer 40-Stunden-Woche im Homeoffice monatliche Stromkosten von 25,52 Euro verursacht, schlägt ein Notebook mit einer Leistung von 70 Watt mit nur 3,57 Euro pro Monat zu Buche.

Bei Druckern und Scannern lohnt sich ein Blick auf die Leistungsaufnahme im Stand-by-Betrieb ganz besonders: Häufig laufen gerade diese Verbraucher lange im Bereitschaftsmodus und stehen oft stundenlang für den nächsten Druck- oder Scanvorgang bereit.

Ein guter Internetanschluss ist Voraussetzung für das Arbeiten im Homeoffice. In den meisten Haushalten steht der Router jedoch rund um die Uhr unter Strom und gehört deshalb zu den teuren Dauerläufern. Auch Router verfügen über Energiespar-Optionen, beispielsweise einen automatischen Sparmodus. Außerdem lässt sich über das Powermanagement die Leistung der einzelnen Schnittstellen (LAN und WLAN) verringern. Dabei ist es hilfreich, den Router so in der Wohnung zu positionieren, dass sein Abstand zu den wichtigsten Geräten möglichst kurz ist. Mithilfe der Zeitschaltfunktion in den Router-Einstellungen kann das WLAN-Funkmodul sehr komfortabel so einstellt werden, dass es nur dann in Betrieb ist, wenn es benötigt wird.

Einmal-Entscheidungen machen den Unterschied (KW 14)

In diesen Tagen ohne intensive Sozialkontakte verbringt Uwe Umwelt mehr Zeit mit Lesen. Da kommt ihm die neue Serie „Grüner Leben“ in der Badischen Zeitung gerade recht. In dem Interview Rainer Griesshammer stach ihm besonders seine Antwort auf die Frage nach dem größten Übel unseres Klimaverhaltens ins Auge. Für Griesshammer ist das eindeutig der Überflusskonsum. Die Wohnfläche pro Kopf hat sich im Vergleich zu den 1960er-Jahren mehr als verdoppelt, es gibt zehnmal so viele Autos mit im Schnitt fünfmal so viel PS. An anderer Stelle sagt er, dass wir unser Leben gar nicht komplett umstellen müssen, wichtig sind die großen Einmal-Entscheidungen: Zum Beispiel bei einem Umzug, kann ich darauf achten, dass Entfernungen möglichst kürzer werden. Er rechnet vor, wenn wir nur 9 Kilometer weniger zur Arbeit pendeln wir in 10 Jahren rund 40.000 km weniger gefahren sind, einmal um die Welt! Genauso wichtig ist beim Umzug die Frage nach der benötigten Wohnfläche oder beim Kauf eines Autos die Frage nach dem Spritverbrauch oder gar Carsharing als Alternative. Eine Alternative, die ja nun auch bald in Stegen angeboten werden wird!

Übrigens können Sie auch alle Folgen der Serie im Internet nachlesen, und zwar unter: www.mehr.bz/gruenerleben

Mal richtig ausmisten 

Natürlich geht auch an Uwe Umwelt die Corona Krise nicht vorbei, er studiert jetzt von zuhause aus. Die Entschleunigung hat bereits eingesetzt, so nimmt er sich auch mehr Zeit zum Lesen. Nachdem er in der Badischen Zeitung gelesen hat, dass die Recyclinghöfe gerade Hochkonjunktur haben, weil offensichtlich viele Bürger*innen die gewonnene Zeit zum Ausmisten nutzen, fängt auch Uwe Umwelt an durch seine Wohnung zu streifen und sich zu fragen, welche Kleidung, Bücher, CDs und andere Haushaltgegenstände er wirklich benötigt, welche er noch gar nicht oder höchst selten genutzt oder getragen hat? Die Recyclinghöfe haben mittlerweile auch geschlossen, aber wegwerfen wollte Uwe Umwelt ja auch gar nichts. Er stellt zwei Kisten bereit, in die erste kommen die Dinge, die er beim nächsten Stegener Verschenktag vor die Türe stellen wird und die zweiten, diejenigen, die er auf einem Flohmarkt anbieten wird zusammen mit den beiden Mitbewohner*innen aus seiner Wohngemeinschaft. Nicht ausgeschlossen, dass er vom Flohmarkt dann auch wieder mit ein paar neu erworbenen Dingen zurückkommen wird.

Weniger Lebensmittel wegwerfen 

In Deutschland ist die Ernährung für ein Fünftel aller klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Es werden Energie, Wasser und Boden verbraucht. Zugleich wandern jährlich zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Uwe Umwelt denkt sich, dagegen kann jeder was tun: Nur so viel einkaufen wie der essen kann und weniger, besser noch gar nichts mehr wegwerfen. Wirft man ein Kilogramm Äpfel weg, werden 820 Liter Wasser vergeudet – fünf Badewannen voll. Hinzu kommen 550 Gramm CO2, die bei der Produktion, dem Transport und der Kühlung frei werden, das entspricht einer Autofahrt nach Kirchzarten und zurück. Bei Brot oder Rindfleisch sind die Werte noch deutlich höher, nämlich 600 g CO2 und 1.610 l Wasser für Brot bzw. 13.310 g CO2 und 15.420 l Wasser für Rindfleisch.

Uwe Umwelt hat auch noch einen Hinweis auf eine Webseite, und zwar zeigt die Initiative „Zu gut für die Tonnen“ wie jede Privatperson, Unternehmen, Vereine und Organisationen mit pfiffigen Ideen dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel verschwendet werden: www.lebensmittelwertschaetzen.de

Keine Blumenerde mit Torf verwenden 

Uwe Umwelt hat sich diese Woche weiter mit dem Gärtnern beschäftig, er hat seine Zimmerpflanzen umgetopft. Dabei hat er gelernt, dass wer Blumenerde mit Torf für die Blumenpracht in Haus und Hof verwendet sich unwissentlich an der Zerstörung der Moore beteiligt. Dabei sind die in Jahrtausenden gereiften Moorlandschaften ein sehr wichtiger CO2-Speicher. Sie binden weltweit 30% der an Land gespeicherten Treibhausgase – das ist doppelt so viel wie unsere Wälder schaffen. Uwe Umwelt ist perplex, das hatte er noch nicht gewusst.

Aber für den umweltbewussten Gärtner gibt es ja inzwischen zahlreiche Alternativen zur torfhaltigen Blumenerde mit denselben Eigenschaften. Uwe Umwelt weist darauf hin, beim Kauf auf den Aufdruck „torffrei“ zu achten. Auch sogenannte torfreduzierte oder torfarme Erden enthalten hohe Torfanteile. 100 Liter Blumenerde ohne Torf statt Erde mit Torf bringt eine Ersparnis von 30 kg CO2!

Vielfalt im Garten und auf dem Balkon 

Da steht es schwarz auf weiß, dieser Winter lag 3,6°C über dem statistischen Mittelwert und war damit der zweitwärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Uwe Umwelt will sich trotzdem nicht entmutigen lassen. Er nutzt die warme Frühlingssonne zu einem Fahrradausflug zu Café Faller ins Attental. Überall wo er vorbeikommt sind Stegener dabei, ihren Garten auf den Frühling einzustimmen. Er denkt, die Gartensaison hat also schon wieder begonnen.

 

An einem schon jetzt durch seine pflanzliche Vielfalt auffallenden Garten hält er an und sucht das Gespräch mit der Gärtnerin um sich ein paar Tipps zu holen. So erfährt er, dass er gut daran tut auch Wildstauden, beispielsweise Königskerzen, Fingerhut, Beinwell, Blutweiderich in sein Blumenbeet einzupflanzen. Er wird gefragt, ob es vielleicht Platz für einen Baum gibt, einen einheimischen oder einen Obstbaum, da kann er sich im Herbst auf die Ernte freuen. Oder ein Stück Rasen, vielleicht sogar alles, lässt sich in eine Wildwiese oder ein Blühbeet umwandeln. Das macht seinen Garten nicht nur zu einem Hingucker, sondern zu einem kleinen Garten Eden für die Bienen, Wildbienen, Schmetterlinge und zahlreiche anderen Insekten! Übrigens kann auch ein Balkon in ein Paradies für Pflanzen und Insekten gestaltet werden.

Richtig abschalten spart nicht nur Strom, sondern auch Geld 

Uwe Umwelt ist mit seiner Freundin bei einer befreundeten Familie zum Abendessen eingeladen. Sie fragen ihn um Rat, denn mit dem Jahreswechsel wurde für sie der Strom noch einmal teurer. Wie rund 500 deutsche Stromanbieter hat auch ihrer den Preis für die kWh angehoben. Für den Vier-Köpfigen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 4.000 kWh bedeutet das Mehrkosten von cirka 70 Euro für 2020. Uwe Umwelt fragt nach: „Habt Ihr denn schon alle Möglichkeiten, auch ohne Investitionen im Haushalt Strom zu sparen, ausgeschöpft?“

Sein Tipp lautet hier: Nutzerverhalten. Es lohnt sich, konsequent den Stand-by-Modus bei Fernseher, der Unterhaltungselektronik und rund um die Computer zu vermeiden. Allein so lassen sich 150 bis 200 Euro pro Jahr einsparen, rechnet Uwe Umwelt seinen Freunden vor. So verbraucht ein Drucker, der 20 Stunden am Tag im Stand-by-Modus auf seinen Einsatz wartet, rund 110 kWh – oder rund 35 Euro – pro Jahr. Heute, meint er weiter ist es leider gang und gäbe, den PC tagsüber nicht mehr herunterzufahren, auch wenn er stundenlang nicht gebraucht wird. Dabei lohnt es sich, den Rechner abzuschalten, sobald er länger als 30 Minuten nicht genutzt wird.

Licht-Check im Haushalt 

Die Tage werden nun wieder merklich länger, dennoch brennt das Licht bei Uwe Umwelt in der Wohnung noch ein paar Stunden am Tag, warum also nicht mal einen Licht-Check vornehmen? Uwe hat in seiner Wohnung schon keine Glühbirnen mehr, aber noch ein paar Halogenleuchten und Energiesparlampen. Klar ersetzt er diese nach und nach durch LED-Lampen, das bringt noch einmal Einsparungen von 60% zu Halogenleuchten und 20% zu den Energiesparlampen.

 

Er blättert in einer Broschüre zu effizienter Beleuchtung im Haushalt und wird fündig. Der Licht-Check beginnt dort mit der Addierung der Leistung aller installierten elektrischen Lampen in den Leuchtkörpern. Diese wird anschließend durch die Wohnfläche geteilt. Liegt das Ergebnis bei 4 W/m² und weniger ist alles perfekt. Dringender Handlungsbedarf besteht bei über 15 W/m². Uwe Umwelt führt nun den Licht-Check durch. Das Ergebnis ist mit 7 W/m² nicht schlecht, es besteht aber noch ein Sparpotential.

 

Welche Beleuchtungsstärke gehört nun in welche Lampe? Für die gute Ausleuchtung der Wohnung findet Uwe Umwelt auch noch Hinweise: Im Schlafzimmer tut es eine 15 W LED Deckenleuchte, das gilt im Übrigen für alle Deckenleuchten sowie der Pendelleuchte über dem Esstisch, für die Leselampe reichen 5 W aus. Für Schreibtischlampen werden 10 W empfohlen. Richtig Power benötiget die Stehlampen im Wohnzimmer, die nach allen Seiten abstrahlt, 45 W ist hier die Richtschnur.

Shoppen in Stegen 

Uwe Umwelt hat fürs Wochenende ein paar Freunde zu sich nach Stegen eingeladen. Nachdem er schon am Freitag auf dem Markt Obst und Gemüse, sowie Käse und Milchprodukte besorgt hat, macht er sich nun auf den Weg für die restlichen Besorgungen. Er überprüft seinen Einkaufsrucksack, ob er auch alle Verpackungsbehälter parat hat. Ein Netz für Obst und Gemüse, welches er auch dem Markt nicht bekommen hat, ein weiteres für die Brötchen und das Baguette sowie die Frischhaltebox für den Aufschnitt oder noch etwas mehr Käse, das wird er spontan entscheiden.

 

Wenn er Freunden oder Kollegen erzählt, wie er einkaufen geht, muss er sich noch immer anhören, dass er da ganz viel Aufwand betreibt und am Ende vergisst man die Behälter doch wieder zuhause. Sieht auch auf den ersten Blick so aus, wenn Uwe aber nach dem Einkaufen alle Behältnisse gleich wieder in den Rucksack packt, wird es schnell zu einer selbstverständlichen Gewohnheit. Es freut Uwe auch zu sehen, dass immer mehr Stegener mit Einkaufsbeuteln und Frischhalteboxen einkaufen gehen und sowohl der Edeka als auch der Baldenwegerhof sowohl Netze als auch Frischhalteboxen anbieten. Hat Uwe Umwelt mal kein Netz dabei kauft er sich auch schon mal eines, um es dann gleich an einen Freund zu verschenken, damit dieser dann auch verpackungsärmer einkaufen kann!

Neue Mobilität in Stegen 

Uwe Umwelt hat sich am vergangenen Mittwoch unter die 50 anderen Interessenten bei der Veranstaltung "Einstieg in die Verkehrswende in Stegen" gemischt, bei der es um die Einführung von Carsharing, Mit-Fahr-Punkten, einem Leih-Lastenrad sowie um die Ausweitung des Bürgerbusses Dreisam-Stromer ging. Bürgermeisterin Kleeb hat einen flammenden Aufruf an die Anwesenden gerichtet, die Angebote wahrzunehmen, denn sie funktionieren nur, wenn sich möglichst viele Stegener Bürger*innen daran beteiligen. Uwe war sichtlich beeindruckt von der Darstellung der Referenten und hat sich gleich am Ende der Veranstaltung in die Interessentenliste für das Carsharing und als Fahrer für den Bürgerbus eingetragen. Hätte er ein eigenes Auto, würde er sich natürlich demnächst auch als Fahrer für die Mit-Fahr-Punkte registrieren lassen.

 

Verhindert, verpasst aber neugierig, interessiert? Uwe Umwelt und der Arbeitskreis Klimaschutz halten Sie gerne auf dem Laufen zum Einstieg in die neue Mobilität in Stegen. Bekunden Sie kurz Ihr Interesse mit einer Email an:

Neue Umwälzpumpe für die Heizung?

Uwe Umwelt ließ letzten Herbst die alte Umwälzpumpe in seiner Heizungsanlage auswechseln. Er hatte sich ein Stromverbrauchsmessgerät ausgeliehen und war entsetzt. Gelesen hatte er es schon aber nicht wirklich glauben wollen, bei alten Heizungsanlagen sind die Pumpen fast immer ein Stromfresser, und so auch bei ihm. Sie war viel zu groß ausgelegt und lief zudem die ganze Zeit auf höchster Stufe und natürlich lief sie unabhängig vom Heizbetrieb die ganze Nacht, sogar ganzjährig. Letzteres hatte Uwe Umwelt zwar schon gestoppt, aber –nach der Messung hatte er es hochgerechnet- immer noch machte der Stromverbrauch der Umwälzpumpe 20% seines Gesamtverbrauches aus. Uwe Umwelt verspricht sich von der neuen Umwälzpumpe eine Einsparung von mindestens 120 Euro im Jahr, die neue Hocheffizienzpumpe verbraucht nur noch ein Fünftel der alten.

 

Im Zuge des Austausches hat Uwe Umwelt auch die Heizung- und Warmwasserrohre im Heizungskeller gedämmt. Schluss mit der Wärmeverpuffung im Keller! Die Wärmedämmung von Heizungsrohren in Kellerräumen lohnt sich nicht nur, sie ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Sie spart im Jahr locker mindestens 50 Euro.

Scheibenschutzfolie statt Motor-Warmlaufen

Uwe Umwelt trotzt der Kälte und fährt weiterhin mit dem Fahrrad von Stegen in die Uni nach Freiburg. Leider muss er sich früh am Morgen auch wieder über manchen Autofahrer ärgern. Natürlich erwartet er nicht, dass jeder Stegener ihm nacheifert, denn nicht jeder hat einen so „kurzen“ Arbeitsweg oder ist so sportlich wie er. Aber diejenigen, die ihr Auto warmlaufen lassen während sie gleichzeitig versuchen ihre Scheiben freizukratzen, da muss er schon mal anhalten und freundlich darauf hinweisen, dass wer sein Auto warmlaufen lässt, der Umwelt und seinem Fahrzeug schadet: Da der Motor im Leerlauf langsamer auf Temperatur kommt, verbraucht er mehr und verschleißt schneller. Wird man erwischt, wird zudem ein Verwarngeld fällig. Besser also sofort losfahren, aber nicht gleich Vollgas geben.

 

Noch besser: Am Abend vorher zumindest die Windschutzscheibe abdecken. Die normalen Scheibenschutzfolien für die Windschutzscheibe sind für‘n Appel und ‘nen Ei an jeder Tankstelle oder im Baumarkt erhältlich. Funktioniert gut, erspart das Kratzen und somit auch Kratzer auf der Scheibe! Wer mit den Wischern das Eis entfernen will, zerstört nur die Gummilippe. Eine andere Alternative sind Busse und Bahnen, weniger Stress und Zeit zum Lesen oder Träumen.

 

Übrigens, am nächsten Montag trifft sich der Arbeitskreis Klimaschutz um 18.00 Uhr im Bürgersaal. Er steht für alle Bürger*innen offen, Uwe Umwelt wird auch dabei sein.

Richtig Lüften 

Fenster zu! Uwe Umwelt hat gerade die morgendliche Stoßlüftung beendet, das heißt er geht nun durch seine Wohnung und schließt alle offenen Fenster und dreht die Thermostatventile an den Heizkörpern wieder auf 3. Zwei- bis viermal am Tag öffnet er gleichzeitig für gute 5 Minuten alle Fenster weit und lässt die frische Brise von draußen eintreten. Sind die Fenster in mehreren Räumen gleichzeitig offen, ist die Feuchtigkeit schneller draußen und setzt sich nicht an den kalten Stellen fest.

Ein 4-Personenhaushalt gibt durch Kochen, Duschen und Schwitzen täglich rund 12 Liter Wasser an die Raumluft ab. Diese muss durch Lüften nach draußen abgeführt werden. Ansonsten lagert sich Feuchtigkeit an den kältesten Stellen im Zimmer und der Wohnung ab und bildet einen idealen Nährboden für Schimmel. Uwe Umwelt weiß auch, dass bei gekippten Fenstern der Luftaustausch zu gering ist. Die schaffen sogar gute Bedingungen für Schimmelbildung über den Fenstern und kühlen den Raum auf Dauer aus. So brauchen sie unnötig Heizenergie um wieder warm zu werden.

Vor dem Einkauf die richtigen Fragen stellen 

Uwe Umwelt ist am Dreikönigstag mit dem Fahrrad ins Elsass zu seiner Freundin Claire Air geradelt. Claire lädt an diesem Tag traditionellen immer Freunde zum selbstgebackenen „Galette des Rois“ Essen ein. Claire hatte auch noch ein kleines Weihnachtsgeschenk für Uwe bereit. Da sie weiß, wie sehr sich Uwe für die die Umwelt und das Klima engagiert hat sie ihm eine Zusammenstellung mit Klimaschutztipps der französischen Energieagentur ADEME überreicht. Und dann hat sie ihm auch noch die Internetauftritt von ADEME gezeigt, Claires Favorit ist die Seite www.multimedia.ademe.fr/infographies/infographie-consommation-responsable/ auf der es um verantwortungsvolles Konsumverhalten geht.

So sollte sich jeder vor dem Kauf von Elektrogeräten, Kleidung, Lebensmitteln die richtigen Fragen stellen, wie beispielsweise: „Brauche ich das neue Gerät wirklich?“, „Kann ich das alte Gerät noch reparieren?“, „Kaufe ich ein neues Gerät oder ein gebrauchtes?“, „Kaufe ich mir das Gerät alleine, oder teile es mir mit jemandem oder leihe ich es mir nur aus?“. Viele guten Fragen und dazu schicke bunte Bilder und sehr anschauliche Infografiken, um diese Seite zu verstehen braucht es nicht einmal besondere französische Sprachkenntnisse. Uwe Umwelt zeigt sich beeindruckt, aber noch mehr freut er sich darüber, dass die Porzellanfigur (fève), die in den Galette eingebacken wird, in seinem Kuchenstück versteckt war, und zudem war es noch ein Fahrrad! Ob Claire da wohl ein wenig ihre Hände mit ihm Spiel hatte?

Gut und glücklich einkaufen

Uwe Umwelt hat fast alle Weihnachtgeschenke beisammen, noch 6 Tage bis Heiligabend, es wird Zeit sich über die Mahlzeiten an Heiligabend und die Weihnachtstage Gedanken zu machen, morgen kann er noch mal gut, regional und Bio auf dem Stegener Wochenmarkt einkaufen. Er wirft einen Blick in den Kühlschrank und denkt sich „meine Güte, der ist ja noch ganz gut gefüllt, ich werde mich in Zurückhaltung üben müssen“. Uwe kocht und isst gerne, daher ist er oft verleitet mehr einzukaufen als er wirklich essen kann. Selbstverständlich wirft er nicht gleich jedes Produkt weg, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist, sondern erst wenn es wirklich nicht mehr zum Verzehr geeignet ist. Er schmökert glücklich in seinen Kochbüchern, legt sich seinen Speiseplan zurecht, wobei er dabei viele Produkte berücksichtigt, die er auf dem Markt bekommt. Uwe schreibt seinen Einkaufzettel, und beschließt auf gar keinen Fall mehr einzukaufen und sich nicht von noch so verlockenden Sonderangeboten verführen zu lassen.

Uwe Umwelt wünscht allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

Nachhaltig schenken 

Uwe Umwelt schreibt seinen Einkaufszettel für die letzten Weihnachtgeschenke, seine Nichte bekommt Wollsocken, die er letztes Wochenende auf dem Stegener Weihnachtsmarkt erworben hat. Seinen beiden Neffen möchte er gerne ein cooles T-Shirt schenken, aus Baumwolle natürlich, Kunstfaser kommt für ihn ja nicht in Frage. Uwe macht sich schlau. Die Hälfte unserer Kleidung besteht aus Baumwolle. Kein Wunder, ist die Naturfaser doch angenehm zu tragen, strapazierfähig und atmungsaktiv. Allerdings verschlingt der Baumwollanbau riesige Mengen Wasser, Pflanzenschutz- und Düngemittel. Beim Anbau von Biobaumwolle verzichten die Bauern auf den Einsatz von Pestiziden. Das entlastet nicht nur das Klima, sondern schütz auch die Gesundheit der Bauern und Landarbeiter. Zahlreiche Geschäfte bieten auch in Freiburg Naturtextilien an. Bei diesen werden, wie auch bei der Weiterverarbeitung bis zum fertigen Kleidungsstück, keine giftigen Chemikalien verwendet. Laut Frankfurter Klimasparbuch liegt die CO2 Ersparnis eines T-Shirts aus ökologischer gegenüber konventioneller Baumwolle bei 5,3 kg. Na dann ab in den Weihnachtsrummel…

Wie kann ich Mikroplastik vermeiden

Letzte Woche fuhr Uwe Umwelt mit dem ICE nach Stuttgart und nutze die Zeit entspannt in einem Buch zu lesen. Später nahm er auch das Novemberhelft der „DB Mobil“ in die Hand, die Novemberausgabe widmet sich ausführlich Umwelt- und Klimafragen. Darin fand er auch den Tipp zur Vermeidung von Mikroplastik. Zuhause lauert das meiste Mikroplastik in der Waschmaschine, so verliert beispielsweise ein Polyester-Fleecepulli bis zu zwei Gramm pro Waschgang. Daher sollte Kleidung aus Kunstfasern am besten in speziellen Beuteln und so selten wie möglich gewaschen werden. Uwe denkt bei sich, dass ihn das nicht betrifft, denn er trägt keine Wäsche aus Kunstfaser. Er liest weiter und erfährt, dass es jedoch am hilfreichsten ist, das Auto stehen zu lassen, denn am meisten Mirkroplastik gelang vom Abrieb von Reifen in die Umwelt. Uwe schaut zufrieden aus dem Zugfenster, heute hat er alles richtig gemacht und sogar die Züge waren pünktlich.

Nachhaltig schenken 

Die Adventszeit hat begonnen und Uwe Umwelt gerät ins Grübeln. Ihm bleiben nicht mehr ganz vier Wochen, um die Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde zu besorgen. Fest steht für ihn, dass seine Geschenke frei von Plastik sein müssen und langlebig sollen sie natürlich auch sein. Er beschließt weiter die Anzahl der Geschenke klein zu halten, ein schönes Geschenk pro Nase reicht vollkommen aus, weniger kann schon auch mal mehr sein. In den Weihnnachtsrummel in Freiburg möchte er sich auch nicht stürzen, jetzt jedenfalls noch nicht. Etwas Besinnliches kann er da nicht finden stattdessen unendlich viele Aufforderungen zur Schnäppchenjagd, vieles davon wandert gleich nach dem Auspacken gleich in eine Ecke oder gar in den Müll. Warum also nicht die Geschenke auf einem Weihnachtsbasar oder –markt besorgen hier in Stegen oder einer der Nachbargemeinden im Dreisamtal? Die Auswahl ist groß, es sollte sich doch dort für jeden etwas finden lassen, oder?

Kleine Gase Grosse Wirkung 

Diese Woche hält Uwe Umwelt statt eines Klimaschutztipps mal einen Buchtipp bereit, natürlich zum Thema. Jetzt werden die Abende ja wieder länger und die Adventszeit beginnt in Kürze. „Kleine Gase – Grosse Wirkung Der Klimawandel“ von den Studenten David Nelles & Christian Serrer, der übrigens aus dem Schwarzwald kommt, so lautet der Buchtipp. Klaus Kleber vom „heute journal“ schreibt dazu: “Der Klimawandel hat einen Wirbel sich widersprechender Behauptungen und Thesen ausgelöst, der die Fakten verdunkelt. Erklären ohne Scheuklappen, einleuchtend und klar, sind ein Schutzschild gegen Fake News. Dieses erstaunliche Buch liefert sie“. Uwe Umwelt teil diese Auffassung, er ist sehr angetan von den zahlreichen anschaulichen grafischen Darstellungen und den kurzen wissenschaftlich fundierten Texten zu den unterschiedlichsten Ursachen und Effekten des Klimawandels. Hier noch die ISBN 978-3-9819650-0-1 und mit 5€ auch noch sehr günstig. Also erst lesen, danach verschenken und handeln.

Heizung winterfertig machen 

Langsam wird es frisch und ungemütlich draußen denkt sich Uwe Umwelt. Höchste Zeit, dass ich unsere Heizung winterfertig mache. Da ist zunächst einmal die jährliche Wartung des Heizkessels durch die Fachfirma, da werde ich gleich morgen anrufen notiert sich Uwe auf seiner „to do-Liste“, um einen Termin zu vereinbaren. Als nächstes prüft er die Nachtabsenkung der Heizung, ob die auch wirklich auf Winterzeit eingestellt ist und um 22:00 Uhr einschaltet. Zum Winterfertigrichten zählt auch die Luft aus den Heizkörpern lassen. Das erledigt Uwe Umwelt ebenfalls sofort. Mit einem speziellen Schlüssel dreht er die Entlüftungsschrauben an den Heizkörpern auf. Kinderleicht und schnell erledigt. Allerdings muss er bei der Wartung wieder Wasser in das System nachfüllen lassen. Bei der Entlüftung der Heizkörper hat er sich zudem versichert, dass keiner der Heizkörper von Möbeln oder Vorhängen verdeckt wird. Der Energieverbrauch kann sich dadurch um bis zum 3% im Jahr erhöhen.

Kein Bioplastik in die Biotonne 

Die „Plastokalypse“ überschrieb die Badische Zeitung am vergangenen Samstag ihre Titelstory im „Magazin und Reise“ Teil. Darin las Uwe Umwelt, dass Coca-Cola der weltweit größte Hersteller von Plastikeinwegflaschen ist. Jährlich 88 Milliarden Flaschen, aneinandergereiht reichen die 31 mal von der Erde zum Mond hin und zurück. Unfassbar denkt Uwe, es ist wirklich deprimierend und sehr ärgerlich! Nur gut, dass er schon im Gemeindeblatt der 25 KW ein leidenschaftliches Plädoyer für die Mehrwegflasche aus Glas abgegeben hat.

Gleichzeitig hat er auch in Publik Forum gelesen, dass sogar Tüten aus Bioplastik nichts in der Biotonne zu suchen haben, und das war ihm neu. Bioplastiktüten werden faktisch nicht kompostiert und nicht recycelt hat das Umweltbundesamt ermittelt. Der Grund: Sie benötigen zu lange für die Verrottung im Kompostwerk. Und sie lassen sich im Bioabfall kaum von herkömmlichen Plastiktüten unterscheiden und werden daher in Kompostierwerken aussortiert und landen im Restmüll. Bioabfall in Zeitungspapier wickeln oder in Papiertüten sammeln wird empfohlen. Uwe Umwelt beschließt den Bioabfall, den er nicht selbst kompostiert, jetzt einfach „unverpackt“ in die Biotonne werfen!

Die Krux mit dem Fliegen

Uwe Umwelt möchte doch gerne mal fliegen, nur ein einziges Mal, für die Weihnachtsferien in den Sommer! Da aber fällt ihm eine Zeitschrift in die Hand: "Ein Flug von Deutschland auf die Malediven und zurück verursacht pro Passagier eine Klimawirkung von mehr als fünf Tonnen Kohlendioxid. In einem Mittelklassewagen kann man dafür mehr als 25 000 Kilometer fahren". Und zum Preis steht da: " Flugtickets sind auch deshalb so günstig, weil die Luftfahrt von zahlreichen Abgaben befreit ist". D.h. keine Mehrwertsteuer, keine Steuern für das Flugbenzin. Geschockt lässt Uwe Umwelt die Zeitung sinken!  Auch wenn er niemals davon träumt bis zu den Malediven fliegen würde -sondern vielleicht ans Mittelmeer:  Nein, er wird nicht fliegen! (Zitat aus Publik-Forum Extra, Juli 2019, S.45)

Herzen sammeln

Seit zwei Wochen hat Uwe Umwelt seinem „Plastikmüll“ den Kampf angesagt. Es ist ihm schon ganz gut gelungen, diese Woche wird er den gelben Sack nicht rausstellen müssen, darin ist noch gut Luft nach oben. Nun hat er auch angefangen immer weniger verpackte Lebensmittel zu kaufen. Statt Knotenbeuteln kommt er jetzt seinen Mehrwegenetzen, die er sich erstanden hat und die mittlerweile bei fast jedem Einkaufsmarkt erhältlich sind. Diese schützen kleinteiliges Obst, Gemüse, Brot und Backwaren und helfen, den Plastik- und Papierbeutelverbrauch weiter zu reduzieren. Uwe Umwelt führt immer mehrere dieser Netze in seinem Rucksack mit, wenn er sich zum Wochenmarkt, zu Höfen oder Edeka begibt. Da kommt ihm die Aktion „Baumpflanzkarte“ vom Edeka Strecker gerade recht. Bei jedem Einkauf, bei dem der Kunde eine Mehrwegbox, ein Netz oder auch einen Mehrwegbecher nutzt, erhält er beim Vorzeigen der Karte einen Stempel oder Herzaufkleber. Eine Karte mit 10 Herzen hat er in den vergangenen beiden Wochen schon voll bekommen und damit den ersten Baum gepflanzt. Wie viele haben Sie bereits gesammelt? Uwe Umwelt freut sich über jede Rückmeldung:

Schluss mit Plastik II 

Uwe Umwelt hat sein erstes Spülmaschinenpulver hergestellt und ist mit dem Ergebnis sehr zu frieden. Nun hat er gelesen, dass sich auch Weichspüler, der ausschließlich in Plastikkannen verkauft und umweltschädliche chemische Stoffe enthält, einfach selbst herzustellen ist. Hierzu benötigt man zum Beispiel: fünf Esslöffel Zitronensäure (Pulver), einen Liter Wasser, 20 Tropfen ätherisches Öl (zum Beispiel Zitrone oder Lavendel), 20 Tropfen Teebaumöl, eine leere Flasche mit einem Liter Fassungsvermögen.

 

Und noch was will er ausprobieren: Bienenwachstücher statt Frischhaltefolie: Alu- und Frischhaltefolie gehören in der Küche zu den besonders kurzlebigen Kunststoffprodukten. Mit wiederverwendbaren Tüchern aus Baumwolle und Bienenwachs kann er diese leicht ersetzen. Los geht’s!

Abenteuertouren vor der Haustüre! 

Abenteuertouren findet man nur am anderen Ende der Welt? Auf der tibetanischen Hochebene? Im samoanischen Urwald? Im marokkanischen Hochland? Können wir Abenteuer nur im Urlaub erleben? Warum eigentlich fragt sich Uwe Umwelt? Warum sollte ich erst auf meinen Jahresurlaub warten, mir eine teure Bikebag kaufen und mit meinem Rad in irgendeinen Flieger, um dann am anderen Ende der Welt einen Trail zu fahren?

Uwe Umwelt hat schon länger umgedacht. Sein Abenteuerpotential ist nicht auf die paar Tage Urlaub im Jahr beschränkt. Sondern umgekehrt: Jeder Tag ist das Abenteuer. Der tägliche Heimweg mit dem Rad von der Arbeit, bei dem er mal einem Sturm eben noch so davonfährt. Das Wochenende, an dem er einfach mal den allernötigsten Kram in den Rucksack steckt, sein Bike packt und mutterseelenallein oder auch mit Freunden in der Natur ums Eck unter freiem Himmel schläft.

Dafür müssen wir alle keinen Urlaub nehmen. Das können wir alle! Vielleicht nicht jeden Tag. Aber an mehr Tagen in unserem Leben als nur an jenen, für die wir Urlaubstage beantragen. Vielleicht ist das ein Abenteuerkonzept, das unser Leben ändern würde. Wir müssen nicht auf den Urlaub warten. Das Abenteuer ist jetzt. Vor unseren Nasen und unseren Haustüren. Raus da!

Übrigens, die Tourist-Info Dreisamtal hält nicht nur für Gäste, sondern genauso für Einheimische Wander- und Radtourenvorschläge (eben Abenteuer in der Heimat) bereit. Gerne persönlich oder unter www.dreisamtal.de/de/erlebnisse/

Klimaschutztipp in Anlehnung an Nora Becker https://norabeyer.com „Touren-Dir perfekten Mikroabenteuer) aus DIMB Trailnews

Schluss mit Plastik I 

Uwe Umwelt hat sich für diese Woche vorgenommen in seinem Haushalt genau zu prüfen, wo er ohne große Anstrengungen oder gar Entbehrungen auf Plastik verzichten kann. Anfangen wir er bei den Spülmaschinentabs! Bei jedem Waschgang fällt Verpackungsmüll an, den er mit Spülmaschinenpulver im Pappkarton leicht vermeiden kann. In einem Infoblatt der Badenova hat er gelesen, dass er das reinigende Pulver sogar selbst mischen kann, und auch Klarspüler lässt sich aus wenigen Hausmitteln selbst herstellen. Eine Anleitung dazu steht auf: https://purelimon.de/ spuelmaschinenpulver -selbst-herstellen. Na da wird Uwe Umwelt doch gleich mal experimentieren.

Kostenloses Lastenleihrad testen 

Uwe Umwelt hat es sich nicht nehmen lassen bei den ersten Stegener Energiewendetagen in und um die Kageneckhalle vorbeizuschauen. Als begeistertem Fahrradfahrer sind im natürlich als erstes die vielen E-Bikes und darunter insbesondere die 3 ausgestellten Lastenräder ins Auge gesprungen. Für alle Anforderungen etwas dabei, eins zum Transport von bis zu 4 Kindern, sogar mit Sicherheitsgurten. Ein kleineres zweirädriges Lastenrad, bis zu 180 Kg (inklusive Fahrer) können zugeladen werden. Und dann gab es da noch ein größeres mit zwei Rädern vorne, mit dem noch sperrigere und voluminösere Gegenstände transportiert werden können. Und das verrückte ist, die beiden Lastenrädermodelle können unter www.LastenVeloFreiburg.de kostenlos bis zu 3 Tage ausgeliehen werden. 14 Lästernder stehen in Freiburg verteilt. Und natürlich haben alle einen Elektromotor! Das muss Uwe schnellsten testen!

Carsharing in Stegen?

Interessenten für Carsharing in Stegen können sich bei melden. Uwe Umwelt fährt bekanntlich sehr gern und möglichst alle Wege mit dem Fahrrad. Aber ab und an wünscht er sich doch mal ein Auto.

Wäre das nicht anstrebenswert und toll, wenn in Stegen ein Carsharing-Auto stünde? Uwe hat gehört, dass er nicht allein ist mit diesem Wunsch. Daher wird beim 1. Energiewendetag in Stegen am Samstag, dem 21.9.19, vor der Kageneckhalle ein Carsharing-Anbieter sich vorstellen.

Sich zu informieren und Gleichgesinnte zu treffen lässt sich Uwe nicht entgehen, denn er weiß, so ein Projekt kommt nur ins Laufen, wenn ein paar Leute mitmachen. Und dann gibt es hoffentlich schon bald so ein Auto auch in Stegen.

 

 

Schauen Sie doch mal vorbei! 

 

Diese Woche empfiehlt Uwe Umwelt den Stegener MitbürgerInnen mal beim Kolleg vorbeizuschauen. Dort wird nämlich gerade ein Unterrichtsgebäude mustergültig gründlich energetisch saniert. Eine ganz neue Hülle wird aufgezogen. Nachdem zuerst die Fenster erneuert worden sind und dabei auch nach vorne in die zukünftige Wärmedämmung kommen, werden nun gerade 20 cm Wärmedämmung aus Steinwolle an die Fassade aufgeklebt. Auch noch gut zu erkennen ist, dass die Wärmedämmung bis tief ins Erdreich gezogen worden ist, die Kelleraußenwände waren freigelegt worden, und dort ebenfalls mit 20 cm gedämmt!

 

Null Emissionen und gleichzeitig Steuern sparen 

Fahrradfan Uwe Umwelt fährt gern mit dem Rad zur Arbeit. Er weiß, dass er die Entfernungspauschale von 30 Cents pro Kilometer auf dem Weg zur Arbeit als Werbungskosten von der Steuer absetzen kann. Und er hat gelesen, dass Pendeln mit dem Fahrrad viel zufriedener macht als mit dem Auto. Auf dem Hinweg kann er sich in Gedanken darauf einstellen, was ihn erwartet. Er kann schon mal den Tag planen und manches erledigen. Er kann sich überlegen, wem er welche E-Mail schreiben muss und einen Text dafür entwerfen.

 

Sommertipp – Mit dem Rad nach Freiburg

Fahrradfan Uwe Umwelt findet die Baustelle an der Brücke in Ebnet gar nicht so schlimm. Als Radfahrer ist sein Umweg sehr klein und er findet es toll, dass zwischen Stegen und Freiburg derzeit nicht so viele Autos unterwegs sind. Also nutzt er die Gelegenheit um entspannt für einen Kinoabend und vom Höllentäler getrieben in die Stadt zu rollen. Der Rückweg ist dann zwar etwas sportlicher, aber es ist ja nun nicht mehr ganz so heiß, es macht zudem auch Spaß und verbrennt Kalorien und zuhause springt Uwe noch rasch unter seine „Sonnendusche“!

Klimafreundlich Reisen 

Der Arbeitskreisklimaschutz freut sich über einen neuen Mitstreiter, Uwe Umwelt. Er ist begeisterter Fahrradfahrer und hat auch schon einen Fahrradurlaub entlang des Rheins für diesen Sommer geplant. Gemeinsam mit seiner Frau überlegt er, ob sie nicht zusätzlich noch einen Städtetrip über ein langes Wochenende nach Barcelona unternehmen sollen. Zur Entscheidungshilfe berechnet er den CO2 Fußabdruck (www.atmosfair.de) und ist ziemlich erschrocken. 1024 kg CO2 in die Atmosphäre verpulvert, für ihn und seine Frau. Würden sie die Strecke mit einem PKW zurücklegen wären es immer noch 635 kg CO2, auch nicht gerade wenig. Eine Zugfahrt hingegen verursacht nur noch 156 kg. Am Ende entscheiden sich die Umwelts für eine Verlängerung der Fahrradtour, am Rhein liegen genug interessante Großstädte, die eine Reise wert sind, und der CO2 Verbrauch ist gleich Null!

 

Nachhaltige Geldanlagen 

Was hat Geld mit Klimaschutz zu tun? Gerade beim Thema Geldanlagen können wir einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ökologische Geldanlagen folgen strengen sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien – zum Beispiel für alternative Energien oder die Vergabe von Mikrokrediten. Oft ist dabei die Rendite genauso gut wie bei konventioneller Altersvorsorge, Aktien oder anderen Anlagen. Klimafreundliche Alternativen sind da, nutzen Sie sie!

Beim Forum Nachhaltige Geldanlagen können Sie Informationen zu ethischen und ökologischen Investitionen abrufen (www.forum-ng.de).

„Darf’s mal was anderes sein?“ 

Alternativ“ ist das Zauberwort: „Wahlweise anders“ heißt es! Kreativität ist gefragt, wenn es um alternative Gaumengenüsse geht. Ohne Fleisch – Eiweißmangel? „Iwo!!!

„Mit Erbsen-Bohnen-Linsen, geht nichts in die Binsen“. Wie wär’s mal zur Abwechslung mit leckeren Brotaufstrichen von diesem „Trio“? Dazu selbst gebackenes Fladenbrot aus Dinkel. Burger aus Getreide, Gemüse, Kräuter & Co. Ab und zu die Fantasie walten lassen – zur Bereicherung des Speiseplans.

Fazit: „Schmecken muß es, nicht nur gesund sein“!!

Rund ums Kochen 

DECKEL DRAUF

Jedem Topf den passenden Deckel und jeder Herdplatte den passenden Topf, dann brauchen Sie 2/3 weniger Energie. Leicht verdientes Geld: Beim täglichen Kochen mit Topfdeckel sind bei einem Elektroherd schnell pro Jahr 200 kWh bzw. rund 58 Euro

eingespart.

BESSER DRAUF ALS DRIN

Benutzen Sie nicht den Backofen zum Brötchenaufbacken. Ein Toaster mit Aufsatz braucht 70%

weniger Energie als der Backofen. Das spart jedes Mal ca. 0,30 Euro pro Frühstück.

 

DER SPEZIALIST MACHT´S GÜNSTIGER

Nehmen Sie zum Wasserkochen (z. B. für Tee oder Kaffee) einen elektrischen Wasserkocher

und nicht die Herdplatte. Wenn Sie täglich 2 l Wasser erhitzen, sparen Sie dadurch 20 Euro im Jahr.

 

(Quelle: Energiesparbüchle des Landes Badenwürttembergs, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, 08/2016)

Klimafreundlich im Internet surfen? 

Eine Suchanfrage bei Google verbraucht Strom, der einem CO2-Austoß von 200 Milligramm entspricht. Das klingt vergleichsweise wenig -  immerhin braucht man 1000 Mal so viel Energie, um ein Auto einen Kilometer lang fahren zu lassen. Wenn man sich aber überlegt, wie viele Anfragen Google täglich erhält, ändert sich das. Auf alle Anfragen bezogen, kostet Google pro Stunde genau so viel Energie, wie ein Auto auf 12.000 Kilometern Fahrt an CO2 ausstößt.

Der Energieverbrauch lässt sich durch effizientere Suchanfragen reduzieren. Starten Sie eine Suchanfrage nicht, ohne sich vorher zu überlegen, wonach genau Sie suchen und wählen Sie die richtigen Schlagwörter aus. Dann sparen gleich dreifach: Zeit, Geld und CO2. Wenn Sie statt Google die grüne Suchmaschine „Ecosia“ nutzen, retten Sie mit jeder Abfrage kostenlos 0,1 m2 Regenwald!

Übrigens muss auch gar nicht immer gesucht werden. Probieren Sie doch einfach Ihr gesuchtes Wort direkt als URL-Adresse im Fenster Ihres Browsers.

Und noch die Info für unsere Zahlenfreunde: Wie groß der gesamte Energiebedarf des Internets tatsächlich ist, kann man nur schätzen. Mittlerweile nutzen über 3 Milliarden Menschen das Internet fast täglich. Damit steigen natürlich Suchanfragen und Webseitenbesuche deutlich an. Schätzungsweise verbrauchen Rechenzentren auf der ganzen Welt etwa 152 Milliarden Kilowattstunden im Jahr. Weltweit wären inzwischen 25 Atomkraftwerke notwendig, um genügend Strom für das Internet zu produzieren.

Einweg? Mehrweg!

Immer wieder eine knifflige Entscheidung beim Einkauf: Nehme ich eine Flache aus Glas oder ist doch die aus Plastik korrekter? Um’s gleich vorwegzunehmen. Mehrweg ist immer ein Pluspunkt für’s Klima und das sowohl bei Glas als auch bei Kunsstoffflaschen. Einzig das Gewicht von Glasflaschen beim Transport verschlechtert deren Klimabilanz. Hingegen werden Mehrwegflaschen bis zu 50 Mal befüllt, PET-Mehrwegflaschen bis zu 25 Mal. So oder so kann mi Mehrwegflaschen eine Menge Abfall vermieden werden. Für die Freunde von Zahlen, eine Leichtglasmehrwegflasche spart gegenüber einer Einwegflasche 174 g CO2 ein (entspricht grob dem Ausstoß einer 1 km Fahrt mit einem Kleinwagen.

Mal so richtig Sonnenbaden 

Endlich richtig warm und sonnig sagen sich viele nach den ersten Sommertagen in Stegen. Sonnenbaden ist aber nicht nur was für Sonnenanbeter. Über die Hälfte des jährlichen Warmwasserverbrauches eines Haushaltes kann eine richtig ausgelegte Solaranlageabdecken. Bei Tagen, wie wir sie gerade jetzt Anfang Juni erleben reicht die Kraft der Sonne sogar aus die gesamte benötigte Menge an Warmwasser zu erzeugen, ein herrliches Gefühl dann unter der Dusche zu stehen und zu spüren, welche Kraft in der Sonne steckt. Wird das Warmwasser über die Zentralheizung bereitet kann Ihre Anlage leicht um die thermische Solaranlage erweitert werden, lassen Sie sich beraten, es gibt zahlreiche kompetente Energieberater und Fachfirmen im Dreisamtal.

Zu Schade zum Wegwerfen

Nicht mehr gebrauchte Handys und Brillen können bei Miteinander Stegen abgegeben werden. Die Handys werden weitergegeben zum Recyceln, die Brillen zur weiteren Verwendung in Afrika. Bitte geben Sie Handys ohne Kabel und die Brillen ohne Etuis ab.

Wieviel Strom verbrauchen wir im Jahr?

Ein Ein-Personen-Haushalt hat in Deutschland einen durchschnittlichen Stromverbrauch von gut 1.700 kWh, bei zwei Personen sind es im Mittel 2.900 kWh, eine 4-köpfige Familie 4.500, Tendenz steigend. Wissen Sie eigentlich wie hoch Ihr Verbrauch ist und wie er sich über die Jahre entwickelt hat. Eine Kilowattstunde kostet mittlerweile 30 Cent, da lohnt es sich einmal genauer hinzuschauen. Eine Reduzierung um ein Drittel des Durchschnittwertes ist problemlos möglich. Geld, dass Sie dafür in die Hand nehmen haben Sie schnell wieder eingespart, es gibt viele Stellschrauben im Haushalt, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Einen guten Überblick bekommen Sie in der Broschüre des Landes Baden-Württemberg: „Energiesparen im Haushalt – Praktische Tipps für den Alltag“, die Sie im Internet herunterladen können. Oder Sie lesen weiter eifrig den Prima-Klima-Tipp, wir werden einzelne Tipps aus der Broschüre hier veröffentlichen.

Verschenken – ja, wegwerfen – nein! 

Das war das Motto unseres ersten super erfolgreichen Verschenktages in Stegen. Nicht nur dass am Ende des Tages beinahe alle herausgestellten Gegenstände einen neuen Besitzer gefunden hatten, nein man war auch mit Zahlreichen Mitbürgern ins Gespräch gekommen. Viele Dinge sind zu schade für die Mülltonne oder den Recyclinghof. Verschenken heißt Ressourcen schonen und Müll vermeiden und ist ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz der Freude macht. Immer wieder sortiert man noch funktionsfähige Gegenstände aus, warum nicht gleich in der Nachbarschaft nach Verwendungsmöglichkeiten fragen anstatt bis zum nächsten Verschenktag zu warten?

Probier’s doch mal mit Pfanzenpower!

Schon mal dran gedacht, wie einfach und effektiv SIE was für’s Klima tun können? Wenn Sie diese Woche nur 1 kg weniger Rindfleisch essen würden, dann werden:

20.000 Liter Wasser eingespart (so viel Wasser wie ein ganzes Jahr duschen)

36 kg Kohlendioxid weniger produziert (so viel wie eine 250 km Autofahrt)

50 m Regenwald vor der Abholzung verschont

16 kg Getreide effektiver und direkter genutzt...

und es wird Mitgefühl gezeigt für ein Tierleben. So simpel und einfach geht das. Bereits ein fleischfreier Tag pro Woche hilft! Und das Beste: Es macht Spaß und fühlt sich einfach gut an! Probier’s doch mal mit Pfanzenpower!

Warum sich mit A zufrieden geben wenn es A+++ gibt! 

Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten insbesondere auf den Stromverbrauch. Manches auf den ersten Blick günstige Gerät entpuppt sich durch hohe Betriebskosten als Strom- und Geldfresser. Etwa die Hälfte des Stromverbrauchs deutscher Haushalte geht auf das Konto der großen Haushaltsgeräte wie Kühl- und Gefriergeräte, Herde und Backöfen, Waschmaschinen und Trockner und Spülmaschinen. Heute besitzen die effizientesten Geräte die Energieeffizienzklasse A+++. Vor allem verschärfte gesetzliche Vorgaben der EU haben dafür gesorgt, dass ineffiziente Neugeräte vom Markt verschwinden. Achten auch Sie also bei der Neuanschaffung darauf, dass Sie ein Gerät der Klasse A+++ anschaffen. Eine aktuelle Liste der besten am Markt befindlichen Geräte finden Sie auf der Website www.ecotopten.de. Aber auch der Einzelhandel in Stegen und Kirchzarten beraten Sie gerne beim Kauf eines Neugerätes und nehmen Ihr Altgerät zur Entsorgung entgegen.

Es ist aber nicht nur entscheidend was für ein Gerät Sie kaufen, sondern auch, dass Sie es clever nutzen. Eine umweltfreundliche Nutzung kann so einfach sein. Auf der ecotopten Website finden sie daher auch Nutzer-Spartipps für jeden Gerätetyp.

Darf‘s auch ein bisschen mehr sein? 

Im Frühjahr machen wir uns so manche Gedanken, on wir nicht dieses Jahr an unserem Haus/Wohnung ein paar Umbau- oder Sanierungsarbeiten durchführen wollen. Vielleicht ein neuer Anstrich der Fassade? Dann ist das genau der richtige Zeitpunkt über eine Wärmedämmung des Hauses nachzudenken und auch einmal einen Experten zu konsultieren. Und ganz nebenbei erhöhen Sie mit dieser Massnahme noch beachtlich Ihren Wohnkomfort, Schluss mit kalten Füssen!

Übrigens bei der Fassadendämmung darf es das dann auch gerne ein bisschen mehr sein. 16 cm Dämmstärke ist die Minimalanforderung, um Zuschüsse vom Bund (KfW Zuschuss 430) zu bekommen, aber warum nicht einmal ein wenig mehr und auf 20 cm erhöhen? 10% Zuschuss bei einem Maximum von 5.000 € erhalten Sie von der KfW und wenn Sie mehrere Energiesparmassnahmen umsetzen erhöht sich die Förderrate auf bis zu 30% bzw. maximal 30.000 €.

Noch ein Tipp, neben den klassischen Dämmstoffen wie Mineralwolle und Polystyrol gibt es auch ökologische Dämmstoffe!

Die Fassadendämmung ist ein komplexes Thema, nehmen Sie sich daher auch die Zeit sich ausführlich zu informieren und beraten zu lassen. Einen guten Einstieg bietet das Portal: www.zukunftaltbau.de

Kompostierbare Plastiksäcke oder lieber Papiertüten? 

Zwei Biotonnen stehen nebeneinander, die eine gefüllt mit sauberen, grünen, kompostierbaren, kleinen Plastiksäcken, proper anzusehen, hygienisch und ordentlich, die andere, weniger hübsch, ist voll mit Küchen- und Gartenabfällen, nicht eingepackt, so wie es gerade kommt.

Welcher Inhalt ist vorzuziehen? Dabei ist zu bedenken: Das Verrotten kompostierbarer Plastiksäcke ist ein langwieriger Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist, wenn die Abfälle längst zu Komposterde geworden sind, so dass diese bei der Verwendung noch durchsetzt ist mit Resten von Plastik.

Wer seine Abfälle einpacken möchte: Dafür gibt es zwar spezielle Papiertüten, die jedoch unnötig sind, denn Zeitungspapier tut es auch.